Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

eingeführt hat, der mehr Mutterwitz besaß, als genug gewesenwäre, um den Nus eines Dutzends Schöngeister zu begründen,und mehr ächten Humor, als hinreichend gewesen wäre, umdas Glück von doppelt so vielen zu machen. Zu diesem Ver-lust kommt noch hoffentlich jedoch nur für kurze Zeitder eines anderen buchhändlerischen Freundes, dessen klarerVerstand und Unbefangenheit nicht nur seine Heimath zumMarkt ihrer eignen Erzeugnisse gemacht, sondern der auch hiereinen literarischen Gerichtshof gegründet hat, welcher Achtungselbst Denen abnvthigt, welche keineswegs geneigt sind, seinenGrundsätzen zu huldigen. Die Wirkungen dieser fast lediglichdurch den gesunden Sinn und die klugen Berechnungen einesEinzelnen hervorgebrachten Veränderungen eines Mannes,der in einem alle Erwartung übertreffenden Maße die ver-schiedenen Talente seines Vaterlandes zu benutzen wußte,werden vermuthlich erst bei der nächsten Generation in ihremganzen Umfange hervvrtreten.

Ich trat in den Laden am Kreuz, um mich nach meinemwürdigen Freunde zu erkundigen, und erfuhr zu meinem Ver-gnügen, daß sein Aufenthalt im Süden die Symptome seinerKrankheit gemildert hatte. Gebrauch machend von dem obenangedeuteten Vorrechte, schleuderte ich in dem Labyrinthe klei-ner dunkler Zimmer oder nach der Ansdrncksweise unsererAlterthümler Crypten, herum, welche die weitläufigen Hin-tergebäude der berühmten Verlagshandlung bilden. Währendich durch die finsteren Gemächer wandelte, die theils mit altenBüchern, theils, nach der Aufstellung zu schließen, mit minderverkäuflichen neueren von ähnlichem Inhalte angcfüllt waren,konnte ich mich eines heiligen Schauers nicht erwehren bei demGedanken, mich vielleicht bei einem überschwänglichen Dichtereinzudrängen, der sein poetisches Feuer sprühte, oder etwa bei