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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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einer noch furchtbareren Schaar von Kritikern, die beschäftigtwären, das Wild zn zerreißen, welches sie eben niedcrgeworfenhatten. In dieser Voraussetzung empfand ich zum Voraus dieSchauer der hochländischen Seher, welche ihre Gabe nöthigt,Dinge zu erblicken, die nicht für sterbliche Augen sind, welche,nach dem Ausdruck von Collins:

fühlloS oft, wie finstrer Wahnsinn gaffen,

Zn sehn, was Geistcrschaarcn heimlich schaffen,"

Jndeß eine unwiderstehliche Nengicr trieb mich durch dieseReihe dunkler Kammern, bis ich, gleich dem Juwelier vonDelhi im Hause des Zauberers Bennaskar, endlich ein derHeimlichkeit und dem Schweigen geweihtes Gewölbe erreichteund bei einer Lampe die Person, oder vielleicht besser gesagt,das Gespenst des Verfassers von Waverley erblickte,beschäftigt, eine bekleckste Revision zn lesen! Sie werden sichnicht wundern über den kindlichen Instinkt, welcher michaugenblicklich die Züge dieser ehrwürdigen Erscheinung erken-nen ließ, nnd daß ich sofort das Knie beugte mit dem klassi-schen Gruß: Salve, msgns parens! Die Erscheinung unter-brach mich, indem sie mich ans einen Sitz hinwies nnd mirzugleich zu verstehen gab, daß meine Ankunft nicht unerwartetwar, nnd daß sie mir Etwas zu sagen hatte.

Ich setzte mich gehorsamst nieder nnd bemühte mich, ge-nauer die Züge Dessen zn erforschen, in dessen Gesellschaft ichmich wider Erwarten hier befand. Allein ich bin außer Stande,Ew. Ehrwürden ein Ergebnis; meines Forschend zn melden.Denn abgesehen von der Dunkelheit des Gemaches und der fieber-haften Aufregung meiner Nerven, fühlte ich mich so zn sagenvon einem kindlichen Gefühl überwältigt, das mir verwehrte,zn bemerken, was die Person vor mir vielleicht ganz besondersverbergen wollte. Die Gestalt war so tief verhüllt in einen