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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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können durch die Schilderung des Wirkens dieses bürgerlichenMentors zum Nutzen des von ihm Geleiteten. Ich gestehe,daß ich nicht viel von dem sittlichen Nutzen halte, der ausDichtungen zu ziehen märe; indeß wenn überhaupt ein Wortzu seiner Zeit einem jungen Menschen zum Besten gereichenkann, so ist es sicher dann der Fall, wenn es ihn auf den Rufder Pflicht und der Selbstverleugnung, anstatt ans die stürmi-sche Leidenschaft hinmeiset. Freilich konnte ich nicht hoffen odererwarten, ans meinem klugen und wohlwollenden Bürgersmanneine so anziehende Erscheinung zn machen, wie aus dem Land-mädchen, welches cdelmüthig ihre häuslichen Neigungen ihrerSittenreinheit aufopfert. Dennoch hoffte ich, cs ließe sich Et-was thun, was nicht ganz unwürdig wäre des Ruhmes, denGeorg Heriot durch die seinem Vaterlande erwiesenen Wohl-thaten erworben hat.

Es kam mir nicht unwahrscheinlich vor, daß sich ans die-ser einfachen Anlage etwas Ansprechendes entwickeln ließe.Denn die Regierung Jakobs I., unter welcher Georg Heriotblühte, ließ der Erfindung in der Fabel freien Spielraum, undzu gleicher Zeit erlaubte sie größere Mannigfaltigkeit und Ab-wechslung der Charaktere, als sich mit der wirklichen Geschichtevertragen hätte, wenn die Handlung ein Jahrhundert weiterzurück verlegt worden wäre. Lady Maria Wortley Mantaguehat mit eben so viel Wahrheit als Geschmack den Satz aufge-stellt, daß in jedem Lande diejenige Gegend vorzugsweise denNamen einer romantischen verdient, wo die Berge sich mit denEbenen oder dem Flachlande vereinigen. Aus einem ähnlichenGrunde läßt sich auch sagen, daß keine Periode der Geschichtemalerischer ist, als die, wo die alten, rauhen, wilden Sitteneines barbarischen Zeitalters dem ersten Einfluß der Neuerungunterliegen und sich durch das Licht steigender oder wiederauf-

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