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3 (1853)
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wenn dieselbe nicht in der Macht jedes einzelnen Menschen läge,sondern von fremder Gunst und unzubcrechnendcn Umständen ab-hinge.

Und welches ist nun die Grundlage alles Glücks? Welchesist das unfehlbare Mittel, das jeder Sterbliche in seiner Gewalthaben kann, froh und heiter zu werden? O, wie oft ward esschon zu uns gesprochen, wie selten haben wir den rechten Sinndavon begriffen! Dieses Mittel ist: zufrieden sein, zu-frieden machen. Erwirb dir die feste Gcmüthsstimmung: mitunbefangener Seele den gegenwärtigen Augenblick zugenießen, so wie die Lust, welche er dir bringt; erwirb dirdie erhabene Stärke des Herzens, das muthig zu entbehren,was dir vom Schicksal noch verweigert ist.

Uebe dich, zufrieden zu sein mit Gott!Du erschrickst?Du glaubst nie gegen das höchste Wesen eine Unzufriedenheitgehegt zu haben? Du glaubst, nichts sei leichter, als mit demgütigsten, weisesten Schöpfer zufrieden zu sein? Aber woherdenn oft dein Unmuth über mancherlei Schicksale, die dich ohnedein Zuthun betrafen? Du sprichst: ich war nur mit diesenSchicksalen unzufrieden. Aber kamen sie nicht von Gott? Warensie nicht das Werk seines Willens? Du klagtest die Thatcn Gottesan; wider Gott, o Blödsinniger, schrie deine Unzufriedenheit!

Woher dein Unmuth, wenn deine Lieblinge dir hinwegstarbcn;wenn Freunde durch ein fremdes Verhängniß von dir gerissenwurden; oder wenn du über die Lage murrtest, in die du versetztwärest; oder wenn dein Wohlstand sich verlor; oder wenn AndernReichthum zufiel, ohne ihr Verdienst, oder Ansehen und Ehreohne Würdigkeit ihnen zu Theil wurde, während du im Schweißedeines Angesichts thätig und redlich arbeitetest, und dennoch nichtweiter kamst? Dieses Mißvergnügen, welches du empfandest,diese Unzufriedenheit wen klagtest du damit an? Den Gangder Welt, die Ungerechtigkeit des Zufalls und des Glücks, wie