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du es nanntest. Aber wessen Hand zeichnet der Welt ihren Gang,dem Zufall seinen Lauf, dem Glück seinen Weg vor? Ist es nichtdie Hand Gottes? Oder ist noch ein Höherer, als der Allerhöchste?

Sei zufrieden mit Gott, das heißt, zufrieden mit den Glücks-nmständen, mit den Verhältnissen, mit dem Loose, welches er dirin dieser Welt ertheilt hat. Warum er dir dieses Loos und keinanderes bereitet und gegeben hat, ist ihm, dem weisesten undgütigsten aller Wesen, allein bekannt. Aber es ist für deineSeele, für ihre Kraft, für ihre Art zu wirken und zu sein, fürihre Bestimmung ohne Zweifel das Beste gewesen.

Sei zufrieden mit Gott! Deine Unzufriedenheit ändert denLauf der Dinge nicht; sie ist Lästerung der höchsten Weisheit; flcist Verbrechen. Gab der Schöpfer Andern andere Mittel' zurSclbstbescligung, gab er ihnen andere Vorzüge, mehr äußereSchönheit, größere Rcichthümer, vortheilhaftere Gelegenheit, An-sehen zu erwerben, mächtigere Verbindungen zu allem Gutenlegte er das heilsame Gegengewicht. Du irrst, wenn du unterPurpur und Seide die dauerhafte Freude, in den goldenen Pa-lästen die süße Ruhe des Gemüths, des Lebens höchsten Genußsuchst. Es ist kein Licht, es wird von einem Schatten begleitet.Du würdest, könntest du tauschen, es verschmähen, das Ich undSelbst des Andern zu werden, den du jetzt für beneidenswerthhältst; du würdest es vsrziehen, der zu bleiben, welcher du bist.

Sei zufrieden mit deinem Gott und bist du cs, so ist dieHälfte deines Glücks schon gemacht! Du wirst dankbar froh dasschätzen und mit Innigkeit genießen, was dir zu Theil ward. Duwirst im Vertrauen auf die Weisheit des göttlichen Weltregirrersheiter entbehren lernen, was du noch nicht empfangen hast. Duwirst Andere nicht beneiden. Du wirst ihren Stolz belächeln,mit dem sie fich aus Geistesschwäche brüsten, weil sie Vorzügezu haben glauben, die dir mangeln. Du wirst eine Reihe kühnerund ungestümer Wünsche aufgeben, die dir die Ruhe rauben, und