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3 (1853)
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Um durchaus glücklich zu sein, bedarf man wenig. JesusChristus, unsere Seligkeit wollend, wies uns den Weg zumGlück, selbst schon auf Erden genießbar. Warum wollen wir ihnnicht verstehen? Warum weichen wir von seiner Hand ab?Warum streben wir mit unnatürlichen, vermessenen Begierdenund Lüsten den ewigen Ordnungen der Natur entgegen?

Wer durch Schwelgerei, Trunkenheit, Wollust und andereAusschweifungen seine Gesundheit zerrüttete; warum klagt er überdie Welt, statt seine eigene Thorheit anzuklagen, welche ihnstraft? Wer sich in seinen eigenen Empfindungen verzärtelte;sich selbst gegen alle Eindrücke von außen zu reizbar machte; sichkeine Mühe gab, sich selbst gegen alle Anfechtungen des Lebensmännlich abzuhärten: warum schilt er das schwere Berhängniß,die Gefühllosigkeit der Menschen? Warum schickt er sich nicht,wie die heilige Schrift sagt, in die Zeit und in die Welt?Warum verlangt er in seinem Wahnsinn, daß das Weltall sichnach seinen Launen ändere, statt sich nach diesem zu richten, unddie Menschen zu behandeln, nicht wie er sic sich wünscht, sondernwie sie wirklich nun einmal find?

Wohnt unter dem Himmel viel Ucbels: wer hat es geschaf-fen? Hat der allweise Schöpfer gefehlt, oder fehlt der kurz-sichtige Mensch? Wenn das eigensinnige Kind weint, weil esnicht immer erhalten kann, was es begehrt, oder gleichgültigverachtet, was ihm zu Theil wird: ist es der vorsichtigen AelternSchuld, oder die Thorheit des Kindes?

Nein, was Gott gethan, ist wohlgethan! Gott gibt, lernedu nur mit Weisheit annehmen. Gott verweigert, lerne dunur mit Weisheit entbehren. Gott verheißt, lerne du nur mitWeisheit dich der Verheißung werth machen. Gott steckt das Zielaus, lerne du nur mit Weisheit deine Kraft anstrengen, es zuerreichen.

Du warst bisher nie ganz glücklich? Wohlan, mustere deinen