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Und dies zu können, gibt es nur ein einziges, aber mächtigwirkendes Mittel dies ist die Einsamkeit! Er muß sichzuweilen, er muß sich oft dem Strome der Sorgen und derZerstreuung entreißen, und mit sich allein sein können. Nur inder Einsamkeit, wo gleichsam die ganze Welt von ihm ab fällt,gehörter sich selbst an, lebt er in sich selbst und für sich. Nurin der Einsamkeit steht er, wie vom großen Schauplatz abge-getreten, als Zuschauer des Getümmels, in welchem er mit-wirkt; nur von da aus betrachtet er ruhiger jenes Getümmelund dann sich selbst; bcurtheilt seine Rolle in demselben, undantwortet unbefangener auf die natürliche Frage: Was kommtdabei heraus?

Die Welt hat keinen großen Mann, kein erhabenes, edlesWeib hcrvorgebracht, welche nicht durch die Einsamkeit gleichsamerzogen, und zu ihrem hohen und ehrwürdigen Beruf eingcweihtund vorbereitet worden sind. Es ist kein Christ in seiner Reli-gion stark und in seinem christlichen Lebenswandel ausgezeichnetvortrefflich geworden, der nicht in der Abgeschiedenheit oft Be-trachtungen seiner selbst halten konnte. Selbst Jesus Chri-stus, der Göttliche, wie oft entriß er sich plötzlich dem Gewühlder Menschen, um die Einsamkeit zu suchen, und da sich selbstanzugehören!

Der Hang zur Einsamkeit ist im Menschen natürlich; selbstKinder zeigen ihn schon in den Jahren, wo man an mancherleiZerstreuungen das lebhafteste Vergnügen zu finden gewohnt ist.Dieser Hang ist nichts Anderes, als eine Sehnsucht der,Seele,sich einmal selbst wiederzusinden; die Freude, mit sich selbst undkeinem fremden Wesen in Gesellschaft zu sein. Es ist eine Sehn-sucht nach Ruhe, nach Herstellung des wohlthätigcn Gefühls vollFrieden, der im Gedränge des Lebens leicht verschwindet; cs isteine Sehnsucht nach einer Erholung von äußern Erschütterungen