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3 (1853)
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Natur unserer Seele. Sie macht beide zu willenlosen Werk-zeugen, die sich nach den einmal angenommenen Neigungen be-wegen.

Ich zeigte dir den Keim des giftigen Unkrauts, der Leiden-schaft zertritt ihn, ehe er gewaltig über dich hinwächst, unddich mit seinem ungesunden Schatten betäubt und tödtet! Ameifrigsten vor allen bekämpfe die kleinen Fehler, die eineFolge deiner körperlichen Stimmung, deines Tem-peraments zu sein scheinen; mache dir die Befrie-digung keines Hanges, keiner Neigung, so angenehmauch die Empfindungen sein mögen, die sie gewährt,in dir zum Bcdürfniß, zur Gewohnheit! Siehe, indiesen wenigen Worten liegt der Weg zur Vollkommenheit, zurHerrschaft über dich selbst, zur Christusähnlichkeit angedcutet.

Allwissender, o Herzenskundiger, habe ich, der nach demewigen Heil ringt, diesen Weg ergriffen? Ich will diese ernstenWorte lesen und wieder lesen: keinen Lieblingsfehler, kein Gc-wohnhcitsbedürfniß I Ich will meine Empfindungen und Thatenund Reden jeden Tag richten! Wehe, ich fürchte, ich bin nichtrein! Ein unschuldiges Vergnügen scheint vor mir unter Rosenzu tändeln, aber die Leidenschaft und das Verbrechen lauernverborgen dahinter, um mich zu fangen und zu verderben.

Stärke mich, , mein Gott, durch die Macht Deines heiligenGeistes, daß mein Gemüth niemals die Wohnung einer betäuben-den Leidenschaft werde!