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teilnehmende, liebevolle Menschen argwöhnisch gegen ihr Ge-schlecht zu machen; ihnen die Lust zu rauben, ferner wohlzuthunund gemeinnützig zu sein. Es ist gefährlich, durch Unbedacht-samkeit seinen Mitmenschen den Glauben an die Menschheit zurauben! Und dies ist eine sehr gewöhnliche Wirkung des Ver-kennens. Dadurch ist schon manche zärtliche Freundschaft ge-brochen, manche Liebe zerrissen, der Eifer manches Edcln fürAlles, was er gern Nützliches gestiftet haben würde, erkältetworden. Dadurch hat man schon manchen wassern Menschen inUnthätigkeit zurückgcschrcckt und manchen vortrefflichen Bürgerseinem Vaterlande geraubt, indem er verkannt und verdächtigtund unschuldig zurückgesetzt ward. Denn wer möchte seine Liebeauch an Unwürdige verschwenden, die uns nur schlechte undniederträchtige Gesinnungen zutrauen? Wen freut es, unterMenschen zu leben, die alles das nicht achten, was man umdes Guten willen verrichtet, hingegen, weil man in ihrem ge-meinen Treiben nicht mittrcibt, unerschöpflich in gehässigen Ver-muthungen und beschimpfenden Verleumdungen find? Wen cr-muthigt cs, einen größern oder geringern Theil seines Vermö-gens, seiner Kräfte, seines Lebens zum Wohl Anderer aufzu-opfcrn, wenn man dafür nicht nur die undankbarste Gleichgültig-keit, sondern Spott, Gelächter, üble Nachreden, Verfolgungenjeder Art ärntet?

Wenn du also über Personen nachtheilige Urtheile fällst, bistdu sicher, daß du sie nicht verkennst? Bist du sicher,daß du nicht ganzen Familien, vielleicht dem Ruhm und Glückdeines Vaterlandes, den größten Schaden stiftest? Wer bist du,der du einen Andern verurteilest?

Das Loos, verkannt zu werden, wird am gewöhnlichsten aus-gezeichneten Personen zu Theil, die entweder durch vorzüglicheTalente, oder durch großes Vermögen, oder durch hohe Aemtcr