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standhaft beharren bis ans Ende, und meinen Lauf vollenden.Und verkennt mich die Welt, Du, o Gott, o Hcrzcnskundiger,kennst mich, und weißt es, ob ich falsch bin! Du bist der Ver-traute meiner Empfindungen, meiner Gelübde, meiner redlichenAbsichten, und wie ich, ohne nach eigenen Vorthcilcn zu jagen,doch hauptsächlich nur das Beste meiner Mitmenschen bewirkenmöchte. _

3S.

Die Gefahren, Andere zu verkennen.

Jak. 4, 11. 12.

Nur der Richter aller WeltenRichtet mit Gerechtigkeit:

Jedem wird er einst vergelten,

Wie er lebt in dieser Zeit.

Ueberlaß ihm das Gericht:

Richte du den Nächsten nicht.

Ibie empfindlich der Schmerz sei, von Andern verkannt zuwerden und sich bei denl besten Absichten hämisch beurtheilt zusehen, davon hat wohl Jeder schon die Erfahrung gemacht. Wennnun ziemlich allgemein bekannt ist, wie wenig dazu gehört, beialler Unschuld dennoch von den Leuten übel angesehen und schlech-ter Grundsätze oder unedler Absichten verdächtigt zu werden: somuß man um so mehr erstaunen, daß sich so wenige Menschenhüten, in den gleichen Fehler zu verfallen. Ja, man erlebt so-gar, daß selbst die, welche das Loos hatten, eine Zeit lang ver-kannt zu werden, keinen Anstand nehmen, ihrerseits auch anderePersonen vorschnell und dreist zu beurtheilen und zu verdammen.

Freilich, Jeder, der über einen Andern und dessen That undLeben seine Meinung sagt, bildet sich ein, etwas Richtiges zu

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