duldet hat, daß ihr nicht in euerm Muth matt wer-det und ablasset. Denn ihr habt noch nicht bis aufsBlut widerstanden über dem Kämpfen wider dieSünde!" (Hcbr. 12, 3. 4.) Es ist möglich, daß ihr auf Erdenwenig Freude erleben werdet, und noch im Tode verkannt bleibet.Fordert ihr aber Ruhm von der Welt? So ihr diesen begehret,habt ihr falsche Wege erwählt, weil ihr Spott und Haß ärntet.Begehret ihr keinen Ruhm von den Menschen; gilt euch euerBewußtsein und der Beifall Gottes mehr: warum schmerzt cseuch, von der Welt verleumdet und verkannt zu sein? — Ebeneuer Leiden um der gerechten Sache willen gibt euch jenes scelen-erhebendc Gefühl, von welchem der große Haufe Lerer keineAhnung hat, die euch verdammen. Eben euer bitteres Loos hie-nieden, neben aller eurer Unschuld und Gerechtigkeit, deutet anseine höhere Anerkennung eures Werthes hin. Nicht auf Erdenvollenden Geister ihre Laufbahn; auch rief Gott sie nicht nurdieses flüchtigen Hierseins wegen Ln seine Welt. Edle Seelen!unser Weg ist lang, denn er geht durch die Ewigkeit; unsereStraße ist herrlich, denn sie führt über die Trümmer des Ver-gänglichen zum Schauen Gottes.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;denn das Himmelreich ist ihnen. Seid fröhlich und getrost, cswird euch im Himmel wohl belohnt werden!
Wohl gibt cs schwere Stunden, da "meine Entschlossenheitwankt, wenn Alles wider mich aufstcht; wohl kann ich meinenThränen nicht wehren, meinen Unmuth nicht dämpfen, wenn ichmit Lieblosigkeit und Undank selbst von denen behandelt werde,welchen ich so oft und am liebevollsten half. Oft könnte ich fastan mir irre werden, und an meinem eigenen gänzlichen Werthverzweifeln, wenn ich von alle» Seiten Widerspruch und Krän-kung erfahre. Doch mein Muth soll nicht brechen. Ich will