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3 (1853)
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mir ein sehr beruhigender Beweis, daß ich so ganz schlecht undverdorben nicht sein müsse. Denn fänden sie tadelnswcrthercDinge an mir, sic würden gewiß nicht anstehen, darüber lautesGeschrei zu erheben. Man arbeitet mir entgegen. Das Gute,was ich zu thun suche, wird verachtet. Man legt mir falscheAbsichten bei. Man zählt an meinem, aus redlichem Gcmüthbegonnenen Unternehmen, welches doch nicht zu meinem, sondernzu Anderer Besten ist, allerlei Mängel auf, wirkliche und ein-gebildete; man erschöpft seinen Witz, bald um zu beweisen, meinThun sei verderblich und gefährlich; bald, cs sei übel berechnet;bald, cs sei leeres Geklingel. Man sucht mich bei Unbefangenenund wenig Unterrichteten bald verhaßt, bald recht lächerlich zumachen. Meine Widersacher hoffen mich zu erschrecken, zu beugenund von dem abtrünnig zu machen, was ich für wahr, recht,gut und nützlich halte. Aber sie irren. Sie bewirken vonAllem, was sie erzielen, das Gegentheil. Sie belehren michvon der Güte meiner Sache, und machen mich auf die kleinstenMängel zu ihrer Verbesserung aufmerksam. Ein kleiner Fehlerfällt an dem, was gut ist, mehr aus, als zehn Fehler an einerschlechten Sache. Je reiner und Heller ein Gewand, je sichtbarerwird darin der geringste Flecken.

Ist mein Thun gut und gerecht: fürwahr, so wirdes durch boshafte Urthcile nicht böse und ungerechtwerden. Der verfolgerische Eifer der Widersacher macht nurdie Welt aufmerksamer, und zieht mir auch unparteiische Richterherbei, die halb oder spät mir Gerechtigkeit widerfahren lassenwerden. Daä ist gewiß: das Tugendliche und Wahre und Wohl-thäiige einer Sache, die um ihrer inncrn Vortrcfflichkeit willenunternommen und ausgcführt wird, kann niemals untcrgchen,und wenn sich die ganze Welt dagegen verschwören wollte. Denndas Gute ist ewig, und findet seinen Boden und seine Stunde;