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fiannah!" riefen? Ich weiß vielmehr, oder besorge doch,daß, wenn man mich, wegen meiner geringen Verdienste, mitSchmeicheleien umringte, mein Eifer leicht Nachlassen könnte.Ich würde leicht glauben können, schon genug gcthan zu haben.Ich würde Gefahr laufen, weniger uneigennützig und großsinnigzu denken und zu handeln, als gegenwärtig, da ich Verdruß undUndank ärnte. Der Weihrauch, welchen man unserer Tugendstreut, ist meistentheils für sic verderblicher, als der giftigeSchlangenbiß der Verleumder und Spötter. Als man die aller-ersten Bekenner Jesu mit Noth und Tod verfolgte, wurden sicerst begeisterter, ihn öffentlich zu bekennen. Je mehr Scheiter-haufen für sic angezündct, je mehr Kerker für sic gebaut wur-den, je zahlreicher ward aller Orten unv Enden die JüngerschaftJesu. Allein sobald sie Verfolgungen der christlichen Religionabnahmcn, sobald die Kirche von den Königen mit Gold undSilber geschmückt, und die Priestcrschaft mit Ncichthümern undWürden beschenkt ward, verlosch der reine, heilige Eifer, unddie göttliche Sache ward über die Spielerei des Ehrgeizes undder Habsucht vergessen.

Ich will keineswegs glauben, daß ich besser sei, als diemeisten Menschen sind, denen es leichter ist, in Noth und Trüb-sal standhaft zu bleiben, als im Glück und unter rauschendemBeifall ihrer Handlungen. Man tadle mich, man verleumdemich, inan verfolge mich: dies Alles kann mich nur ehren undden Werth meines Thuns erhöhen. Je mehr Sturm von außen,je mehr Stille und Friede im Herzen.

Schon daß ich verkannt und verfolgt werde, während ich dochNiemanden beleidigt habe, ist ehrenvoll für mich; schon daßinan sich Mühe gibt, auch den allergeringsten Fehler an mir auf-znspüren, uni einen Vorwand zu haben, meinen guten Namen zubeflecken, und mich in der Meinung Anderer zu erniedrigen, ist