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mißhandelt wie der größte Verbrecher, und zum Richtplatz vonrcn Henkersknechten htnausgeführt. Er starb den Tod des Sün-ders, der einzige Gerechte!
Wie gering ist mein größtes Verdienst, welches ich wirklichhabe, oder noch erwerben kann, neben dem Verdienst und denTugenden Jesu Christi! Und warum will ich den Schmerz, ver-kannt zu werden, minder gelassen ertragen, als er? Wer denMuth hat, von der gewöhnlichen Bahn des gemeinen Haufensabzuweichcn, muß auch den Muth haben, ihm Trotz zu bieten. Werdie Tugend will, muß auch ihretwillen Leiden übernehmen kön-nen. Kann ich mich denn jemals schmeichelhafter belohnt fühlen,als wenn ich das Schicksal erfahre, welches die Edelsten derMenschen erfuhren? Kann ich eine schönere Stelle in der Weltcinnehmen, als wenn ich in ihrer dorncngekrönten Gemeinschaftstehe? Was kann mich mehr erheben, als der Gedanke, daß ich,ein Nachfolger meines göttlichen Vorbildes, gleichwie er, einergerechten Sache willen leide, und nicht nur in meinen Gesin-nungen, sondern auch in meinen Schicksalen einige Ähnlichkeitmi-t ihm habe? — O wahrlich, in der Reihe solcher Edcln zustehen, ist mehr, als die Welt mir mit allem ihrem Beifall gebenkann. Ein solches Vcrkanntwerden, ein solches Vcrfolgtsein ist ^der eigentliche Triumph der Tugend. Ich möchte ihn nicht gegenalle Ehrenbezeugungen der Leute vertauschen.
Zudem ist jedes Drangsal, welches man der gutenSache willen leiden muß, die man ergriffen hat, fürgroße Seelen erst der wahre Sporn, immer muth igcrund fester in der Tugend zu werden. Kampf gilt csgegen Kampf. Ich habe ein gutes Zcugniß in mir und vorGott, was bedarf ich des Zeugnisses von Menschen, die, vonihren Leidenschaften hin und her getrieben, hentc eben so gerndas „Kreuzige! Kreuzige!" schreien, wie sie gestern das „Ho-III. 13»