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3 (1853)
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Werth beilegen, sobald wir wüßten, daß Alles nur ans Ruhm-'sucht, Großthncrci, heimlichem Eigennutz, aus versteckten Neben-absichten geschah, oder auch nur, weil damit durchaus nichtsweiter, als obliegende Schuldigkeit und Pflicht erfüllt ward.Man ist darum von der Welt noch nicht verkannt, weil manvon ihr noch nicht gekannt genug ist. Und wir müssen deswegen,weil wir unfern Werth, unsere Unschuld, unser Recht am bestenkennen, keineswegs verlangen, Andere sollen davon eben so gutunterrichtet sein.

Es ist übrigens das Loos, von der Welt verkannt zu werden,das Loos der meisten guten und trefflichen Menschen, welche sichdurch ihren Eifer für das Löbliche ausgezeichnet haben. Wissenwir denn nicht,, daß die meisten edeln Menschen der Vorwcltihrer glänzendsten Tugenden willen von den Zeitgenossen verfolgwurden? Wissen wir nicht, daß die meisten von den Wohl-tätern der Menschheit, die heute wegen ihrer Verdienste langenach ihrem Tode hochgcpricscn sind, während ihres Lebens ver-folgt wurden, in Armuth seufzten, oft sogar in Kerkern schmach-teten oder mit Schande überhäuft starben!

Wie Viele, die zur Zeit Jesu Christi, unsers Erlösers, lebten,haben ihn, seine göttliche Denkart, seine Mühen um das Wohldes menschlichen Geschlechts, seine Opfer, die er dem Heil derWelt und der Nachwelt brachte, gebührend anerkannt und ge-ehrt? Sehr Wenige. Sein Herz war so unschuldig, sein Wandelso anspruchlos und wunderbar, als all sein Thun wohlthätig.Dennoch ward er allgemein verleumdet und verlästert; er hatteoft nicht, wohin er sein Haupt legen konnte; nur einzelne guteMenschen fühlten die ganze Größe seines Verdienstes und schlos-sen sich treu und fest an ihn an. Seine Widersacher aber ge-wannen den großen, blind urtheilcnden Volkshaufen für sich.Ja, sie siegten über ihn. Er ward gefänglich eingezogen, ge-