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Kraft in Demuth, zur Glückseligkeit Aller, auf die ich zu wirkenfähig bin! Amen.
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Die Verleumdung.
Ephes. 4, 29.
Hassen laßt uns alle Liigen,
Alle Schmähsucht; Zeder seiOffenherzig und verschwiegen,
In der Freundschaft fest und treu;
Zeder nehme, wo er kann,
Des Berlcumdcten fich an.
Za, mein Urtheil soll selbst bissigGegen meine Feinde sein,
Ilcbcrall zum Lobe willigUnd vom Gcrnctadeln rein.
Hast genug an dir zu thun,
Freund, laß fremde Fehler rnhn.
Won allen Untugenden ist vielleicht in der menschlichen Gesell-schaft keine verhaßter, und doch keine gewöhnlicher, cs wird keineallgemeiner getadelt und keine allgemeiner geübt, als die Un-tugend der Verleumdung, des Aufspürcns fremder Fehler, derUnterhaltung von häuslichen Angelegenheiten Anderer, und derschadenfrohen Bemerkungen darüber.
Ja, viele Menschen, denen ein gutes oder doch zum Gutengenügtes Herz nicht abzufprcchcn ist, Menschen, die im Besitzmancher löblichen Eigenschaften sind, denen cs um ein wahresChristcnthum ernstlich zu thun ist, können oft eine unwidersteh-liche Neigung haben, sich um die Geschäfte, den Zustand unddas Lebe» anderer Haushaltungen zu bekümmern, mit denen sic