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zu thun. Der Wille des himmlischen Vaters aber ist, daß wirihn lieben über Alles, und jeden unserer Mitmenschen, mit demwir auf irgend eine Weise in Vcrhältniß kommen, so glücklichzu machen suchen, als uns selbst.

Der wahrhafte Jünger des göttlichen Lehrers legt also nureinen sehr mäßigen Werth auf das gegenwärtige Dasein. Erverschwendet seine Stunden nicht am Putztisch für die Schönheitund beständige Ausschmückung eines Leichnams, dessen Bestim-mung ist, Moder zu werden; er sicht die Achtung guter Menschengern, ohne sich durch Achtung oder Tadel von den Leuten in derUcbung seiner Pflichten wankend machen zu lassen. Was er willund thut, thut er nicht wegen des Urtheils der Leute, son-dern aus Liebe zu Jesu, das heißt, aus Liebe zur Heiligkeit.Er freut sich der Freundschaft, freut sich zärtlicher Gefühle einerwechselseitigen Liebe und Gegenliebe, aber er bleibt dcmungeachtetseiner Empfindungen Meister. Liebe ist unsterblich, und dieWesen bleiben einander im unendlichen All aber der Menschist sterblich. Darum baut der Jünger des Herrn, der Weise,nicht die ganze Glückseligkeit seines Gemüthes auf das gebrech-liche Leben eines Menschen. Gattin, liebe den Gatte»; Jüng-ling, die Auserkorne deines Herzens; Vater und Mutter, liebedein Kind! Aber denke dir oft, daß der Tod nothwcndig ein-mal Einen vom Andern reißen wird: und wie steht es dann mitder Ruhe deines GemüthS, mit deiner Glückseligkeit's Schaudertes dir, und fürchtest du mit dem Verlust des Lieblings alle deineRuhe und Seligkeit einzubüßen, dann so fromm und gut duübrigens auch sein mögest hängst du zu sehr an der Welt,gibst du ihr einen unmäßigen Werth, dann liebst d» leidenschaft-lich; und darum bist du nicht frei, nicht glücklich, und wirst esnicht werden, bis du auch hier, stark durch Tugend, und erhabendurch die Hoffnung eines ewigen Seins, vom Irdischen dich soIII. 12«