Druckschrift 
3 (1853)
Seite
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auch nicht Erwartung van anderm Gewinn, bestimmen mich, daszu thun, was nach meiner innersten Ueberzeügung recht undgöttlich und eines Jesuschiilers würdig ist. Die Welt kann meinenGeist weder belohnen noch bestrafen. Er findet seinen Lohn inder Aehnlichkeit mit Gott, und seine furchtbarste Strafe in derEntfernung von Gott. Darum lasse ich alle Genüsse diesesLebens mich weder zum Bösen, noch zum Guten locken; sie solle»dem Körper, nicht dem Geiste dienen. Ich vergesse, wasdahinten ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel,nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlischeBerufung Gottes in Christo Jesu. Diese Welt, mitAllem, was sic Licbens- und Wünschcnswürdiges für mich habenkönnte, ist doch nicht das Endziel meines Daseins. Ich bindurch Gott zu etwas Himmlischem berufen; zum Geisterlcben, zueiner Vollendung, von deren Größe und Herrlichkeit ich alsMensch hienieden nicht einmal einen Begriff fassen kann, währenddie dunkle Ahnung davon doch in meinem Geiste ist. Dies Ewig-scin, dies Göttlichsein, dies Gottähnlichwcrden, dies HellcrkenncnGottes, meiner selbst und des Weltalls, dies Hciligscin im unend-lichen Heiligthum, dies ist das Kleinod, dem ich nachjage, diesdas Kleinod, welches mir meine Bestimmung, der himmlische RufGottes, vorhält. Meine Bestimmung und die mir von Gott ge-schehene Berufung erkannte ich aber in Jesu Christo, und durchJcsum Christum. Denn er ist es, der Licht in die große Finsternißdes Lebens brachte; und darum wird er mit Recht das Licht des Le-bens genannt. Er ist es, der mich durch sein gcoffcnbartes Wort ausder Ungeheuern Verirrung, von der Tiefe des Wahnes empor zuGott, zum Vater des Weltalls und zur Seligkeit führt. Ich werdeGott haben, werde in ihm meine Seligkeit finden, wenn ich JesuAnweisungen folge; denn er, das heißt, seine Tugend, ist der Wegzum wahren Leben. Jesu Tugend aber ist, den Willen des Vaters