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nicht auf eine bessere Art thun, so daß kein Unschuldiger dabeilitte, sondern cs vielen Menschen zum Vorthcil gereichte?

Dann wähle zu deinen guten Absichten mit Klugheit auch diebesten Mittel. Bediene dich keiner unanständigen, keiner entehren-den Mittel, um deine Wünsche erfüllen zu können. Durch schänd-liche Wege ein gutes Ziel erreichen zu wollen: heißt das nichtmit Hilfe der Hölle in den Himmel eingchen wollen? Irre dichnicht, Gott läßt sich nicht spotten.

Handle lieber gar nicht, wenn du nicht mit Weisheit handelnkannst. Laß lieber deine heißesten Wünsche fahren, wenn du ein-siehst, sie seien Andern irachthciliger, als ihre Erfüllung dir nütz-lich. Laß dein Urtheil nicht durch Leidenschaft, durch die Heftigkeitdeiner Begierden bestechen. Wähle einen ruhigen Augenblick derUcbcrlcgung, und mit kalter Besonnenheit entscheide über dasRechtliche und Edle oder Unedle deines Beginnens. Und hastdu entschieden, dann handle mit unerschütterlicher Seelenstärkedeiner bessern Ueberzcugung getreu. Hast du schon etwas an-gefangen, worüber dein Gewissen dir selbst heimlich einen Vor-wurf macht laß deine unlauter» Absichten, laß deine übel-gewählten Mittel fahren. Opfere lieber deinen schlechten Wunschauf, als die Hochachtung für dich selbst! Denke, wie du deineWünsche auf eine andere, deiner würdigere Art befriedigen könnest!

Und wenn die großen Augenblicke der Prüfung kommen; wenndein kleiner Vortheil neben dem größer» Vortheil des Mitbürgers *oder der Menschheit vor dir auf der Wagschale liegt; wenn deinNutzen der Schade Anderer werden sollte dann erscheine inherrlicher Seelengröße! Hinweg dann mit kleinlicher, irdischerKlugheit, die nur ihren Vorthcil berechnen will, und gegen dieChristusweisheit streitet! Dann gehorche Gott mehr als denMenschen; dann gehorche Gott mehr als deinen sinnlichen Be-gierden! Vielleicht könnte deine Rache nun einen Triumph