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Mitteln dir Vermögen zusammcnscharrtest, und dann unverhofftzum Bettler, zum flüchtigen Schuldner wurdest, und statt desMitleidens dich die Schadenfreude, dich die gerechte Verachtungins Elend begleitet? oder wenn dn für Ruhm, für Ehre, fürAnsehen dcin^Gcwiffcn verunreinigtest, und dann eine gewalt-same Umänderung der Dinge dich aus der Höhe herabstürzt, undJeder dir nachruft: er hat es verdient! und Jeder, der dichnicht mehr zu fürchten hat, dir nun statt des Lobes, für das dnAlles opfertest, Schmach und Spott nachruft, über das Grabhinaus dir nachruft?

Was war deine Klugheit am Ende? War sie nicht Thorheit?Wie verächtlich ist ein Verstand, der nur auf die nächsten Wochenhinaus rechnet, aber bei allen Unternehmungen vergißt, in jedemFalle, auch im unglücklichsten, seine Anordnungen für die ganzeLebenszeit sicher zu stellen! Wie wenig verdient der das Lobeines vorsichtigen Mannes, der für den Genuß des Augenblicksdas Leben, für das Vergängliche und Zufällige das Ewig-wcrthe aufs Spiel setzt! der, um glücklich zu werden, erstdie Hochachtung gegen sich selbst, und dann das Zutrauen derbessern Menschen, dann die Huld seines Gottes, endlich die froheAussicht in die finstern Welten jenseits der Sterbestunde verlierenmuß! Hier ist nicht Klugheit, sondern Wahnsinn; hier ist nichtVorsichtigkeit, sondern Leichtsinn! Denn dieser Klugheit, die-ser Vorsicht fehlte die wahre Grundlage sie wird Weisheitgenannt!

Wäre unser Erdball, gleich einer bessern Welt, nur mit heili-gen Wesen, nur mit Engeln bevölkert: so würde Weisheit zugleicher Zeit die höchste Klugheit sein. Jeder würde die Leiden-schaft fliehen, Jeder der Sünde fluchen, Jeder sich unverstelltzeigen dürfen, ohne zu fürchten, von Bösewichten mißbraucht zuwerden.

III.

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