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frei; was thun ihr die Fcfscln, welche den Leib drücken? DerTod auf dem Blutgerüste für eine heilige Sache, oder der Todauf dem Schlachtfclde: find sie etwas Anderes, als Tod auf demKrankenlager? Macht das Sterbekissen den Unterschied für einenGeist, der in Gott, für Gott, mit Gott lebt? Wie viele Edlestarben unter dem Fluch der Zeitgenossen und unter dem Beil desHenkers, deren Asche von den Thräncn einer dankbaren NachweltsegcnSvoll geehrt ward! Nicht das soll uns bekümmern, wasman von uns hält, sondern das, was wir sind. Nur unsereThat, nicht das Urtheil der Welt über dieselbe ist unsere An-gelegenheit. Zcne allein ist unser, dieses wird von Umständenherbcigeführt. Jene allein hat Einfluß ans unsere Würde, Voll-endung und Seligkeit, dieses kaum auf unfern hintcrlaffenenStaub. Bald deckt Vergessenheit die Mörder und bald den Er-mordeten. Aber Gott lebt, Gott richtet!

Du lebst, Ewiger, Du richtest, Allcrheiligstcr! Was istmein Leichnam im Tode? Ein abgcfallcncs Gewand. Was istdas sinnliche Leben, wenn cs endet? Ein bunter Traum, dessenFarben beim Erwachen erblassen. Ich bin Geist, nichts sonst binich und habe ich. Nur die Hoheit und Kraft, welche er sich zu-gccignct in seiner Wirksamkeit auf Erden, die kann des Todes Handnicht von ihm abstreifen; denn diese Kraft ist erst dem Unver-gänglichen, Unsterblichen inwohnend, ist nicht Staub.

Nach Scelengröße ringen dies ist des Gottcrschaffenenhöchstes Ziel. Nein, cS ist nicht über Menschcnvermögen erhaben.Denn auch Zesus war nicht bloß zum Scheine Mensch; er leistetedas Höchste, um darzuthun, dem ernsten Willen sei auch dasVollkommenste erreichbar. Und nach ihm wandelten, von seinemWort und Beispiel begeistert, zahllose Andere. Sie opferten fürRecht und Wahrheit, für Unschuld und Tugend, für Vaterland undMcnschenglück muthvoll und entschlossen alle Kleinodien des Lebens