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Welt vermögend ist, eine dauerhafte Gcmüthsscligkeit zu schaffen.Er ist jede Stunde bereit, auf allen Ruhm Verzicht zu thunwenn er dadurch den Frieden und das Glück der menschlichenFamilie vermehren kann. Er ist jede Stunde bereit, allen Rcich-thum aufzuopfern, wenn er damit allgemeines Leiden mindernkann.
Was vom Staube kommt, ist ihm Staub; auch das Glänzendsteist ihm keines Seufzers wcrth. Was liegt daran, ob wir, waswir endlich immer verlieren müssen, ein paar Tage oder Jahrefrüher verlieren? Nur wenn wir es verlieren, sei es für eineheilige Sache der Menschheit. Eine Tonne Goldes ist nicht soviel werth, als das Bewußtsein einer göttlich-großen That, unddas Leben ist leichter aufzuopfern, als die Unschuld.
Die Scelengröße des Christen besteht nicht darin, daß wir esverschmähen, unsere eigenen oder die Rechte unserer Brüder zuvcrtheidigcn, wen» ihnen Gefahr droht. Alle Rechte, welche wir^ oder Andere in der bürgerlichen Gesellschaft besitzen, sind Be-dingungen, unter denen wir Hilfsmittel zu nützlicher Wirksamkeiterwerben, gebrauchen und bewahren können. Wer aus Bosheitoder Jrrthum diese Bedingungen zerstört, muß durch Sanftmuthoder Ernst wieder zu seinen Pflichten zurückgcführt werden. Wirnennen einen solchen unfern Feind; aber der Christ hat keinenFeind. Es ist möglich, man kann den Weisen verachten, hassen,verfolgen oder beneiden; er aber, mitten in der Beschäfti-gung, seine Rechte zu schützen, bleibt seines Gegners Freund.Er weicht ihm nicht zürnend aus, sondern ehrt ihn, wie bisher,und steht ihm bei, wo er kann, thut ihm wohl, wo eine Ge-legenheit winkt. Und, wenn endlich nur die harte Wahl offenbleibt, Unrecht thun oder Unrecht dulden — sie ist ihm nicht hart:er duldet!
Darin offenbart sich die Seelengröße des Christen am lebhaft