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ihn nicht anschen. Wenn ich für die Stärke, Festigkeit, Geschick-lichkeit und Gesundheit des Körpers gesorgt habe, dann habe ichAlles gcthan. Aeußcrer Schmuck und Schönheit des Werkzeugesfind vorübergehende Nebendinge. Darein darf ich nicht allenWerth setzen, noch weniger ihretwillen der Kraft und Gesundheitdes Leibes Eintrag thun. Aber der, welcher das Werkzeug regiert,ist selbst wichtiger, als das Werkzeug; und der Christ ist's, derLen Leib regiert. Er opfert diesen freudig auf, wenn es seinmuß, die höchsten Zwecke, allgemeine Glückseligkeit, zu befördern.Ob Krankheit, ob Wunden, ob Schmerz, ob Tod des Christengroße Seele achtet ihrer nicht, wenn es darauf ankommt, diehöhcrn Güter zu retten: Wahrheit, Recht, Glauben, Unschuld,Mcnschenglück.

Die Scelcngrößc des Christen besteht nicht in stolzer Ber-schmähung aller Lebensfreuden; aber jene Freuden find ihm nichtmehr, als bloße Erquickung des Körpers, damit er durch Er-holung neue Kräfte gewinne, nützlich zu arbeiten. Er verachtetes, nur beständig sinnlichen Freuden nachzujagcn, und sich be-ständig zu erholen, ohne gearbeitet zu haben. Keinen Tag voll-endet er, ohne eine gute That vollbracht zu haben. Er gibt alleFreuden hin, wenn er damit fremdes Wohl vermehren kann.Ihm ist cs Wollust, zu entbehren und zu leiden, wenn er da-durch Glückliche macht.

Reichthum, Ehre, Ansehen find für ihn kein Gegenstand derVerachtung, aber auch kein Gegenstand seines vorzüglichen Be-mühens. Alle diese Herrlichkeiten, die der Mensch vergöttert,können weder das Glück des christlichen Weisen vermehren, wennsic kommen, noch vermindern, wenn sie verschwinden. Für ihnsind sic nur Hilfsmittel größerer Thätigkcit für Menschcnwohl.Er weiß sehr wohl, wie unzuverlässig das Ansehen, wie zwei-deutig Ehrenbezeugungen sind, und wie wenig alles Gold der