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stehen, was Jesus mit den vielsagenden Worten sagte: Trachtetam ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,so wird euch alles Uebrige Zufällen. (Matth. 6, 33.) Darum,wenn ihr Nahrung und Kleider habet, so lasset euch genügen.
Du wirst leben, nicht um dir einen Vorthcil auf den andernzu häufen, und endlich sterbend von deinen Schätzen davon zugehen, sondern um alle Wesen um dich her, so weit deine Kraftreicht, glücklicher und weiser zu machen. Die Glückseligkeit Allerist erst dein Glück. Du kennst, du willst kein anderes.
Du wirst nur lächeln können, wenn dir die Bosheit thicrisch-gesinnter Menschen deinen Wohlstand zerstört; sie rauben dirnichts als einige Mittel, durch die du ihnen hättest nützlicherwerden können. Du wirst nur lächeln, wenn dich das zweideutigeErdcnglück um Hoheit, Ansehen und Einfluß betrügt. Denn wasist's am Ende mehr, ob du deinen Leichnam in grobes Tuchoder in den feinsten Purpur wickelst: beide verfaulen endlich;beide sind dem Geiste gleichen Werthes. Was ist's denn mehr,ob dich die Menschen einen Fürsten oder einen Bettler in diesemLcbenstraume nennen: dadurch erhältst du in dir selbst und tmWeltall Gottes und im Reiche der Geister keinen größcrn undkeinen geringern Werth. Der du selbst bist und vor Gott bist,der bleibst du. Vor ihm, dem Hochcrhabcncn, gilt wahrlich keinAnsehen der Person, nach den Erfindungen menschlicher Eitelkeitund kleinlicher Maßstäbc.
Du wirst nur lächeln, wenn dich eine Krankheit nicderwirft.Du findest darin nur eine Zerrüttung deines dir als gebrechlichbekannten Werkzeuges. Vielleicht will Gott es dir nehmen, umdir ein vollkommncres zu verleihen. Vielleicht will Gott dich nurmahnen, auf dies Zerbrechliche nie hohen Werth zu setzen. Ge-nug, du freuest dich unter den Schmerzen deines Leibes der Ge-sundheit deines Geistes; deine Seele hat keinen Schaden gcnom-