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3 (1853)
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Willst du also ein Schöpfer deines bessern Schicksals werden,so sorge nicht um die Erfolge deiner Thatcn, sondern um dieGüte und Gerechtigkeit dieser Thaten. Du vermagst nicht Alles;du kannst nur einen kleinen Theil des Guten stiften, welches du inder Welt zu sehen wünschest. Jeder trägt nach seinen Kräften dazubei. Der Eine pflanzet/ der Andere begießet, Gott aber ist's,der das Gedeihen gibt. Ein Jeder aber wird seinen Lohn em-pfangen nach seiner Arbeit. (1. Kor. 3, 8.)

Das Böse, so ist cs göttliches Gesetz, hat seine bösen Fol-gen, und muß sich selbst verderben. Wer es wählt, richtet miteigener Hand sein Elend an. Bestätigen nicht die Erfahrungenunsers Lebenslaufes die ewige Wirkung jener göttlichen Ord-nung? Sehet den Ehrgeizigen, er stirbt in immerwährendenKämpfen und Unruhen. Sehet den Geizigen, er verschmachtetan der Quelle. Sehet den Wollüstling, aus seinen bleichen Mienen,aus seinen erloschenen Augen spricht das Gift, mit dem er seinBlut vergiftete, seine Nerven zerstörte. Sehet den Trunkenbold,er ist von seinem Laster gezeichnet, und stumpf an Geist undSinnen fährt er in die frühe Gruft, nachdem ihn Krankheitenpeinigten. Sehet den Heimtückischen, er wird geflohen; er hatkeinen wahren Freund; er stürzt, und Jeder gönnt ihm den Unter-gang. Sehet den stolzen Verschwender, er fällt und muß oftHilfe bei denen betteln, die er ehemals verachtungsvoll übersah.

Woher kommt cs, daß Wenige in ihrem Leben weder ganzglücklich, noch ganz unglücklich sind? Daher, weil sie wederschlecht genug sein mögen, ganz böse zu sein, noch Muth genughaben, ganz gut zu handeln. Sie schwanken ungewiß zwischenFehler und Tugend, daher auch zwischen Zufriedenheit und Leidenaller Art. Das Gute, was sic thun und lieben, belohnt siegleichmäßig, wie die Sünde, die sie begingen, sie bestraft und