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hinlänglich, sich auf das Verdienst und den Tod Jesu, auf dieGnade und Barmherzigkeit Gottes, auf die Fürbitte der Menschenund Heiligen zu verlassen, und keineswegs nothwendig, einstrenges, in allen Tugenden mühsames, wohlthätigeS und ge-meinnütziges Leben zu führen.

Nein, nicht vergebens gab uns der Schöpfer unsere Kräfte.Wer diese zu benutzen versäumt, vernachlässigt das ihm "anver-traute Pfund, verachtet den Willen des ewigen Vaters, und stürztsich durch die Verkehrtheit seines Geistes in unfehlbares Verderben.

So thöricht es daher ist, Alles von Gott zu erwarten, undNichts von sich selbst; sein irdisches Wohlsein lieber vom Müßig-gang oder einem Loose des Glückspicls zu erwarten, als vonFleiß und Arbeitsamkeit, Ordnung und Sparsamkeit: eben sothöricht ist es von der andern Seite, Alles auf seine eigenenKräfte zu bauen, und Nichts auf die Gnade Gottes. Wie wenigsind wir ohne ihn! Wie arm stehen wir da, wenn er unser Be-mühen nicht segnet, das heißt, wenn er nicht alle Umstände solenkt, daß dasjenige, was unser Fleiß verrichtet, was unserNachdenken ersinnt, vortheilhaft für uns ausfälltl Umsonst sielder Schweiß des Landmanns auf seinen Acker: Regen, Sturm-winde und Hagelwetter zogen darüber hin. Umsonst machten wirEntwürfe zu unserm und ver Unsrigen Glück: cs traten andereMenschen mit anderm Sinn dazwischen, und verderbten Alles,ohne von unfern Absichten zu wissen. Daher das alte und durchMillionen Erfahrungen bestätigte Sprichwort: Der Mensch denktund Gott lenkt!

Die wichtigsten Begebenheiten in unserm Leben sind oft Folgeneines Umstandes, auf den wir am wenigsten gezählt hatten; undoft hat dasjenige, worauf wir die meiste Mühe verwendet haben,uns den allergeringsten Vortheil gebracht. Ja, das Schicksalder Schlachten, das Schicksal großer Reiche hing oft von einem