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zu thu», was ihm beliebe; Verstand, nm das Bessere kennen zulernen und zu wählen. Za, sic trieb ihn durch das harte GesetzderNoth, jede Trägheit fahren zu lassen, und sich durch Anwen-dung der ihm verliehenen Gaben des Geistes ein besseres Schicksalzu verschaffen. Den Thicrcn des Feldes gab sie ein Kleid vonbehaarten Fellen, den Vogel umhüllte sie mit Federn, um gegenjede Witterung Schutz zu haben; aber den Menschen ließ sie nacktund bloß. Den Thicrcn verlieh sie natürliche Waffen, mit denensie sich gegen ihre Feinde vcrtheidigen konnten, seltene Stärkeoder ungemeine Geschwindigkeit; aber der Mensch hatte vonNatur nichts, nm dem Horn des Stiers, der Klaue des Löwen,der Stärke des Tigers, dem Stich der Schlange Trotz zu bieten.Sic gab ihm Verstand und Vernunft. Er sollte seine Kleider,seine Waffen selbst erfinden, sich Alles selbst schaffen. Sie zwangihn, seine Geisteskräfte zu benutzen, um endlich Herr aller Thierezu werden; der unfruchtbaren Erde Nahrung abzugewinnen; sichgemeinschaftliche Wohnungen, Dörfer und befestigte Städte zuerbauen, und zum friedlichen Leben unter einander wohlthätigeGesetze zu ersinnen.
Da also nach dem göttlichen Willen sich jeder Mensch durcheigene Anwendung seines Verstandes und seiner Kräfte sein Loosauf Erden bereiten muß, ist es wohl ein blindes und übermäßigesVertrauen auf Gott, eine träge Frömmigkeit, wenn Jemandseine Arbeit vernachlässigt, in der Hoffnung, Gott werde schonohne sein Zuthun gewähren, was gut und nützlich ist. Es isteine träge Frömmigkeit, zu glauben, man könne durch Gebeteund Kirchengehen Alles bewirken, und bloß durch göttliche Gnade,oder was die Menschen Glückszufall nennen, zu Reichthum, Ehreund Ansehen kommen. Es ist ein falsches Vertrauen zu Gott,wenn man sich einbildct, um ihni gefällig zu sein, um einst nachdem Tode der Genosse der ewigen Seligkeit zu werden, sei es