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3 (1853)
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kleinen sogenannten Zufalle ab, an welchem alle Macht undKlugheit zu Schanden ward.

Wir haben unfern Willen, unsere Klugheit, unsere Kräfte;Gott aber hat die Umstände in seiner Gewalt: durch diese regierter die Menschen, segnet oder verderbt ihr Thun.

Was heißt also : der Mensch ist ein Schöpfer seines Schick-sals? Zst dies ein Gedanke ohne Sinn? Er ist es, wennwir unter Schicksal Dinge verstehen, die außer unserer Machtliegen; wenn wir unsere Herrschaft über Unmöglichkeiten aus-dehnen wollen. So wenig ein Sterblicher seine Hand in dieHimmel emporstrccken, und die Sonne in ihrem Laufe hemmen,die Gestirne in andere Richtungen leiten kann: eben so wenigist er vermögend, das Denken, Wollen und Thun aller mit ihmauf Erden lebenden Menschen nach seinen Absichten und nach seinemVortheil zu lenken. Dies Alles liegt außer dem Gebiete seinerMacht. Aber von diesem Allem hängt auch sein wahres Schicksalnicht ab, sondern nur das Schicksal dessen, was ihm nicht bleibendgehört, etwa das Schicksal seines Leibes, seines Wohlstandes,seiner bürgerlichen Verhältnisse. Wer in solchen Dingen seinganzes Weh und Wohl gründet, hat für seine Ruhe einen schlech-ten Grund gewählt. Er wird beständig das Spiel der abwechseln-den Umstände sein, sich mit ihnen auf kurze Zeit erheben, undmit ihnen untergehcn.

Nicht der Leib und was ihn allein angcht, sondern der Geistim Menschen ist cs, der da redet und die Hauptsache ist. DasReich desselben erstreckt sich aber nur auf sich selbst. Spricht ervon einem Schicksal, welches er sich schaffen könne, so spricht ernur von dem scinigcn; nicht von dem Schicksal dessen, woran erim Irdischen einen Antheil hat. Dies ist irdischen Gesetzen unter-worfen.Sein eigenes Schicksal kann der menschliche Geistsich bereiten", heißt also: es steht in seiner Gewalt, auch un-