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zu seinen Jüngern einfache, unverdorbene, für seine Lehren em-pfängliche Männer, die, arm und unbekannt wie er, an keinemGolde und an den Vorzügen keines Standes hingen. Am Jordanlehrte er, und nach Jahrtausenden schallt seine Gottesstimmedurch alle Länder des Erdbodens, über alle Weltmeere.
Was ewig wahr und ewig gut ist, das bedarf keiner Macht-sprüche von Thronen herab, keiner Kriegsheere, um siegreich zuwerden. Es bricht sich selbst seine Bahnen, entwaffnet die blindeMenge und stürzt die widerspenstigen Throne vor sich hin in denStaub. Groß ist die irdische Gewalt des Geistes und des ewigenRechts und der unvergänglichen Wahrheit.
So trat Jesus Christus in den Kampf gegen das Schicksal,unerschrocken vor den Hindcrrifscn seiner Herkunft und Armuth.Er schritt nicht gewaltthätig wider die ihn umgebenden Verhält-nisse; aber er benutzte sic und die Zeiten und die Menschen, wiesie sich ihm darbotcn, um seine göttlichen Absichten zu erreichen.Und was-auch geschah, standhaft vollführte er den erhabenenPlan seiner Sendung; nichts lockte ihn von der erwählten Bahn,nichts schreckte ihn von derselben zurück.
Mehr als einmal sammelte sich um ihn her ein zur größtenEmpörung reifes Volk. Tausend und tausend Stimmen fordertenihn auf, Noms Weltherrschaft zu zertrümmern, und den weilandglänzenden Thron Israels und Juda's wieder aufzurichten; Tau-sende und Tausende boten ihm ihr Leben an, wenn er sie unterseinen Fahnen zum Schlachtfelde führen, und für JerusalemsRuhm und für die Gräber ihrer Väter streiten heißen würde.„Hosiannah dem Sohne Davids I" scholl es von tausend undausend Lippen, als er aus seiner Einsamkeit hervortrat in dasGewühl der volkreichen Hauptstadt, die seines Winkes gewärtigwar. Doch unerschütterlich bcharrte Jesus in seinen göttlichenGrundsätzen. Er verschmähte die Heere, welche sich für ihn be-