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3 (1853)
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und mit der vernunftwidrigen Hartnäckigkeit, vermittelst welchermanche Menschen ihre Abfichten und Wünsche im gewöhnlichenLeben durchsetzen wollen, es möge für fie »nd Andere darausentstehen, was wolle.

Die Standhaftigkeit des Weisen besteht in unbeweglicherFestigkeit seines wohlüberlegten Willens und seiner tugendhaftenGrundsätze gegen alle innerliche und äußerliche Gewalt. Er zeigtsie im Kampfe mit seinen eigenen Leidenschaften, welche die Tu-gend in ihm untergraben wollen; er zeigt sic in der Unerschrocken-heit, mit welcher er den Gefahren cntgegengeht, die ihn seinerTugend und Wahrheit willen bedrohen; er zeigt fie in der ent-schlossenen Erhabenheit über kleinliche Bedenklichkeiten; er zeigtsie in der bewundernswürdigen Geduld, mit welcher er alle Ucbelträgt, die außer seiner Gewalt sind; er zeigt sie in der Heiter-keit und Sclbstgleichhcit seines ganzen Wesens, weil seine Seele,im Bewußtsein, nur das Allgcmeinwahre, nur das Allgemein-gute, nur das Göttliche zu wollen, voll unzerstörbarer Ruhe ist.

Die Hartnäckigkeit der Thoren hingegen besteht in der leiden-schaftlichen Beharrlichkeit des Willens für eigennützige Absichten;.im Festhalten von Meinungen, die nur irdische Verhältnisse,häusliche und bürgerliche Angelegenheiten betreffen, und unterveränderten Umständen wahr oder falsch, früher nützlich, späterschädlich sein können; im Verspotten aller Klugheit, indem man,um seine Entwürfe durchzutrciben, weder ans Zeit, noch Ort,noch Menschen Rücksicht nimmt, wie sic sind; im eigensinnigenStolz, indem man Andere zwingen will, ihren Willen, ihreMeinung, ihre Wünsche für die unsrigen fahren zu lassen.

Es zwingt der Weise Niemanden seine bessern Uebcrzeugungcnauf, aber auch er läßt sich nicht zwingen, fie zu vcrläugnen.Zwar fordert er nicht mit Gewalt, daß Jeder nach den von ihm