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glaubten. Waren sic nicht endlich alle Schüler des göttlichenWeisen von Nazareth? Und die ihn nicht kannten, waren sienicht alle in den wichtigsten Angelegenheiten der Menschheit be-schrankter, als heute jeder Jünger, jede Jüngerin Jesu Christi,die durch ihn mit froher Zuversicht auf eine beseligende Ewigkeitzum höchsten Wesen beten, wie Kinder zu einem Vater?

Wer hat, wie Jesus Christus, durch sein gewaltiges Wortdie ganze Gcisterwclt erschüttert? Wer, wie Jesus, die Träumedes Jrrthums von der Menschheit verbannt, und die Seelen zuihrer ursprünglichen Würde und Bestimmung zurückgeführt? Werhat, wie Jesus, uns das Heiligthnm der liebenden Gottheitoffenbaret, die Vernunft der Sterblichen mit sich selbst und derganzen sie umringenden Natur wieder in Einklang gebracht?Wer hat, wie Jesus, die Gottcssprache gesprochen, daß sic derUnmündigste im Volke begriff, und der Weiseste unter den Weisendaraus das Höhere erlernte? Wer hat, wie Jesus, die Erdewieder mit dem Himmel vermählt, die Menschheit mit Gott ver-söhnt ?

Ja, Wcltvcrsöhncr zu sein, dies war sein göttlicher Beruf,und er erfüllte ihn mit göttlicher Kraft. Seinesgleichen erschiennie wieder. Und hätte vor ihm das ganze Menschengeschlecht ankeinen Gott geglaubt: das heilige Licht, welches er brachte, würdeden Glauben in allen Herzen entzündet haben.

Er versöhnte die Welt mit Gott nicht Gott mit der Welt.Denn Gott liebte seine Erschaffenen mit ewiger Liebe; seineLangmuth ertrug ihre Fehler; in ihm war nie ein Wechsel desSinnes, nie die unreine Leidenschaft des Zornes. Aber die Mensch-heit war durch ihren Jrrthum, durch ihre Sündhaftigkeit entzweitmit dem Allerheiligsten. Sic, statt das Göttliche und Ewige zusuchen, zog das Sinnliche und Irdische vor, weihte ihre Seele,statt dem Himmlischen und Unvergänglichen, nur dem Staube