Bemühen nicht segnest; wenn meine Seufzer vergebens find, meineSorgen, meine Anstrengungen fruchtlos bleiben: so soll mich diesnicht muthlos machen, nicht an Deiner Gnade und Liebe michzum Zweifler werden lassen. Denn daß das nicht geschah, was ichbeabsichtigte, auch das ist Liebe und Gnade von Dir, und einvon mir mit Vereitelung meiner Plane abgewandtcS Uebel istSegen von Dirl — O wie viel Segen ans Deiner väterlichenGüte wird mir oft zu Theil, ohne daß ich's weiß und vermuthe!Freilich mag oft mein Herz bluten, wenn ich plötzlich die Freudenund Hoffnungen einer langen Zeit vernichtet, wenn ich unsäg-liche Arbeit und Mühe, die ich hatte, verloren sehe, ohne Fruchtfür mich — wenn meine heißesten und theuersten Wünsche unvoll-führt dahinsterben müssen, und mir wohl gar das gefürchteteGegentheil derselben zum Loose wird. Allein wenn auch meineSinnlichkeit blutet, Gött, mein Geist soll Dich dennoch verherr-lichen und preisen; mein Auge soll dankbar und vertrauensvollauch unter seinen Schmerzensthränen.zu Dir cmporlächeln; dennDu bist Gott, mein Gott. Zn Dir allein ist Weisheit und Barm-herzigkeit. Von Dir strömt Segen allein herab auf die Erschaf-fenen, und was der heutige Augenblick bezweifelt, das wird vomfolgenden Jahre mit Anbetung gepriesen'; denn Dein ist immerdas Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in allen Ewig-keiten. Amen.
SV.
Der Kampf des Weisen mit feinemSchicksale.
1. Tim. K, 12.
Du kamst, mein Heiland! Da zerfloffen nichtDie Wolken unter Dir in Licht,