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gnng hast, und daß du mit deinem Vorhaben keinem MenschenUnglück und Schaden verursachest; erst wenn du deinen Entwurfsorgfältig nach den obwaltenden Umständen berechnet und ein-gerichtet hast, so, daß du weißt, ob deine Mittel zum Zweckehinreichen, ob du nicht zu viel auf Dinge bauest, die du garnicht kennst: erst dann befiehl dem Herrn deine Werke, so wer-den deine Anschläge fortgehen. Erst dann hoffe auf den Segendes Höchsten — und er wird dir-zu Theil werden, wenn dasGelingen deiner Anschläge wirklich dein Heil bewirken kann.
Denn so tief auch menschlicher'Scharfblick in das unendlichverworrene Spiel der Begebenheiten und Möglichkeiten eindringe;so genau auch menschliche Klugheit Alles erwäge, berechne, ordneund benutze, was sie kennt — immer bleibt sie beschränkt, undahnet tausend Ereignisse nicht, die aus dem Schoose der nächstenStunde hervortretcn. Immer also liegt die Unternehmung, auchdes klügsten Mannes, in der Gewalt Gottes, und die Folgenseiner That kann sich nie ein Sterblicher als eigenes Verdienstzuschrciben — sie sind Sache der Alles leitenden Vorsehung.
Darum, war deine Absicht rein, deine Ucberlegnng reif, soweit deine Einsicht hinreichte: dann gehe hin und handle, undbefiehl dem Herrn deine Werke mit jener Zuversicht, die demWeisen geziemt, auf die Güte des Allvaters. Dein Wille istgut, aber der Wille des Allerweisesten ist besser.
Vater im Himmel, nicht mein Wille geschehe, sondern derDeinige. So betete Jesus, mein Heiland, zu Dir: so bete auchich. Und wenn mein Wille also übereinstimmt mit dem Dcini-gen, daß er in segensvolle Thaten für mich und Andere gedeiht:o so mache mich dies nicht stolz auf meine Klugheit und Kraft —wie nichtig sind doch diese! Aber es erfreue mich tief, und er-muntere mich, emsig Deinen Absichten zur Beseligung meiner undAnderer nachzudcnken. Und wenn Du in andern Dingen meinIII. 10»