welche dir zerstört werden, sind für dein Heil zerrissen undzerstört.
Am Segen des Höchsten ist Alles gelegen! Wie tieffühle ich diese Wahrheit, fe länger ich lebe und Erfahrungenmache! Aber diese Wahrheit muß mich nicht zu neuen Jrrthü-mern führen; sie muß mich nicht zu dem Gedanken bringen: weilich denn doch aus mir nichts vermag, so will ich Gott die Sorgelassen. Wozu soll ich mein Nachdenken anstrengen? Warum sollich ohne Unterlaß arbeiten, warum mich mit Mühen aller Artquälen? Es ist doch vergebens. Will Gott mich und mein Thunsegnen, so wird er mir auch aus der geringsten Saat, die ichin den Acker streue, hundertfältige Frucht erwachsen lassen; undsoll ich nicht ärntcn, so wird eine einzige Hagelwolke alle meinegoldenen Hoffnungen, alle Früchte meiner Sorgen und Bemühun-gen in einem Augenblick Niederschlagen.
Auch der Leichtsinnige, auch der Träge spricht bei sich: AmSegen des Höchsten ist Alles gelegen! und rechtfertiget so beisich selbst seinen eigenen Leichtsinn oder seine Unlust zur Arbeit.Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten!
Um auf Gottes Segen für unsere Handlungen hoffen zu kön-nen, müssen wir handeln. Soll der Herr deine Aernten seg-nen, mußt du ge sä et haben. Willst du aber gute Früchte ärntcn,darfst du kein Unkraut auSsäcn. War dein Wille schlecht:wie kannst du erwarten, den Lohn guter Thatcn zu sammeln?Der Segen Gottes ist die gute Wirkung, welche noth-wendig unfern Thatcn folgt, wenn sie mit den Ge-setzen der Weltregierung und mit den vorhandenenUmständen üb er ein stimmen. Sind unsere Handlungen imWiderspruch mit den göttlichen Ordnungen und denjenigen Um-ständen, die er um uns her aufstcllte, so erfolgt Mißlingendaraus, und Unheil für uns und Andere.