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3 (1853)
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den kleinsten Zufall, den ich nicht vorhcrsehen, nicht abwendenkonnte, Alles anders geworden sein würde! Warum bewundereich so thöricht und kurzsichtig die erstaunlichen Thaten mancherMenschen, da die außerordentlichen Folgen ihrer Unternehmun-gen gar nicht ihr Werk, sondern das Werk einer Macht sind,die den Schicksalen gebietet! Ein unvorhergesehener Windsturmvernichtet die größten Flotten; ein Frost baut Brücken überSeen und Ströme, daß feindliche Heere darüber gehen; ein un-bemerkter Zufall verräth die geheimsten Plane der Fürsten undvereitelt sie; ein Umstand geringer Art endet das Leben derHerrscher, und ändert das Schicksal ganzer Völker. Wer siehtvoraus, was die nächste Viertelstunde bringt? Und wie beimGrößten, so beim Kleinsten.

Wie oft betrog ich mich, ungeachtet der Kenntniß dieser Wahr-heiten, in der Bcurtheilung anderer Menschen, indem ich ihreGüte oder Schlechtigkeit aus den-Wirkungen ihrer Handlungenbeurtheilte! Habe ich nicht selbst oft erfahren, daß Vieles, wasaus unreinen Absichten geschah, zuletzt für viele Menschen diewohlthätigstcn Folgen hatte; und daß Vieles uachtheilig cin-wirkte, was Dieser oder Jener in den besten Absichten gedacht,gesprochen und gcthan?

Nein, ich will in Zukunft vorsichtiger in meinen Urtheilcnüber Andere werden, so wie ich wünschen muß, auch von Ander»nicht nach den Folgen meiner Schritte gerichtet zu sein. Fürnichts, als seinen bei der That gehegten Willen, ist der Menschverantwortlich; alles Ucbrigc, was daraus erfolgt, ist Werk undLeitung der Vorsehung Gottes.

Darum will ich mit Salomo bei allen meinen künftigen Unter-nehmungen sprechen:Befiehl dem Herrn deine Werke, so wer-den deine Anschläge sortgehcn." (Spr. Sal. 16, 3.) Handledu »ach Gottes Willen, im hohen Sinne Jesu: was daraus