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That liegen schon außer ihm. Er wirft seine Handlung in denStrom des Lebens hinaus; nun wird sie das Spiel von tausendkleinen, zusammenwirkenden Wellen, deren Kraft und Richtunger nicht berechnen kann. Von Vielem, was er unternimmt, vonVielem, woran er die meiste Mühe, das größte Nachdenken ver-wendet hat, und wovon er sich die glänzendsten Erfolge versprach,ärntet er die allergeringsten Wirkungen. Mancherlei hingegen,wovon er sich am wenigsten versprach, und was er nur nachlässig,oft ohne besondere Absichten, verrichtete, brachte die unerwartetstenFolgen hervor; ward ihm von der Menge der Menschen, dieden Werth der Handlungen nicht nach dem Willen, sondern nachihren Folgen bcurtheilt, zum großen Verdienst oder zum großenFehler angerechnet.
So ist also der Mensch und sein Wille sehr verschieden vonseiner That und ihren Folgen. Läge die That eben so sehr inseiner Macht, als sein Wille, so würde er selbst Gott sein.
Aber cs ist ein Gott außer uns! Er herrscht, wohin unsereKraft nicht reicht. Er leitet die Umstände, Zufälle und Schick-sale. Wir, mit unendlich beschränkten Einsichten, handeln gleichBlinden in das dunkele Gewühl der Begebenheiten hinein, ohnezu wissen, was daraus entstehen werde. Nicht der Erfolg adeltunsere That, sondern der dabei gehabte Wille, die edle Absicht,gibt ihr Werth; für das Uebrige können wir nicht bürgen, kannuns kein Sterblicher mit voller Gewißheit gut stehen.
O wie oft betrog ich mich daher selbst, und richtete meineneigenen Werth nach den glücklichen oder unglücklichen Wirkungendessen, was ich that! Wie konnte ich mich so sehr hintergehen,da ich doch von jener ernsten, großen Wahrheit schon durch zahl-lose, selbstgemachte Erfahrungen längst überzeugt war! Wiekonnte ich mich meiner Einsichten, meiner Kraft rühmen, daßmir dieses oder jenes vortrefflich gelungen sei, ungeachtet durch