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den Kindern, die ihr Stolz sein sollten, liegen schon die gelieb-testcn im Grabe; von den Freunden, mit welchen fie ein seligesLeben zu durchleben gedachten, ist schon mehr als die Hälfte vonihrer Seite verschwunden; von dem Ansehen, von dem Wohl-stände, von dem Wirkungskreise, auf welchen fie sich Rechnungmachten, ist kaum der Schatten erschienen.
Mit Entsagung wandelt der Greis dem Grenzstein seinerTage zu. Er blickt nur ungern hinter sich zurück. Die Ver-gangenheit ist das Land der Täuschungen, die Zukunft das Landder Hoffnungen. Er richtet seinen Blick über das Leben empor,dahin, wo die Täuschungen enden müssen. Er spricht: Ich hatteeinst Löwenkraft, ich hatte Riescnmuih, ich hatte Vorsicht undeiserne Beharrlichkeit — allein mein bester Wille ward vereitelt,und meine Arbeiten hatten ganz andere Folgen, als ich von ihnenforderte.
Es ist wahr, es scheint nicht allen Menschen ergangen zusein, wie mir. Es scheint, Viele haben ihre Abfichten vollkommenerfüllt, und haben erreicht, was sie fich versetzten, und find ge-worden, was fie werden wollten. Wenn ich aber ihre Lebens-umstände genauer untersuche, werde ich doch bei Allen mit Er-staunen gewahr, daß sie zu dem, was sie erhielten, das Wenigstebeitrugen; daß sie von besonder» Umständen auf eine außer-ordentliche Art begünstigt wurden; daß sie oft ganz gegen ihreAbsichten zu Dingen gebracht wurden, die nachher ihren Northeilausmachten; daß Natur und Menschen zusammenwirkten, um fiezu bereichern, sie zu erheben, ihren Ruhm, Ansehen, Gewaltund Einfluß zu vermehren, während Andere, die vorher weitmächtiger, reicher und geachteter als sie waren, alle ihre Machtund Klugheit scheitern sahen, und von ihrer alten Höhe niedersanken.
Diese Wahrnehmung, wie ungleich der Erfolg menschlicherThaten war, und wie die Sterblichen gewöhnlich einen ganz