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3 (1853)
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Denn es ist dem zum Guten trägen Menschen leichter, Wortezu reden, als Thaten zu üben; cs ist ihm leichter, äußereGebräuche zu beobachten, als innere ungerechte Nei-gungen zu bekämpfen. Es ist ihm leichter, sich auf die Für-bitte der Heiligen oder auf das Gebet der Frommen, auf dasVerdienst und die Gerechtigkeit Jesu zu verlassen, als den Willendes Vaters im Himmel zu thun, und vollkommen zu werden,wie er. Sic sprechen gern von den Wunden Jesu, aber ihreigenes Fleisch und ihre Begierden zu kreuzigen, das heißt, ihrenHang zur Wollust, zur Habsucht, zum Ehrgeiz, zum Neid, zumTrunk, zur Verleumdung, zum Haß, Gewalt anzuthun, dasfällt ihnen selten ein.

Aber nicht euer Beobachten gottesdienstlicher Handlungen,nicht die äußere Ehrbarkeit, nicht das Spiel mit süßen, religiösenGefühlen, nicht das Herr-Herr-Sagen, nicht das Hineinflüchtenin die Wunden Jesu, und der Gebrauch anderer bildlicher Aus-drücke, die keine klare Vorstellung gewähren nicht alles diesesund Anderes hilft zur Seligkeit, sondern, -sagt Jesus Christus,die den Willen thun meines Vaters im Himmel, diesind Gott angenehm! Nicht an ihren Worten, an ihrenMeinungen, Auslegungen, sondern an ihren Früchten, dasheißt, an ihren Thaten, sollt ihr sic erkennen! (Matth. 7,20 . 21 .)

Zwar auch die heiligen Apostel empfehlen in ihren Briefenan die damaligen christlichen Gemeinden die Angelegenheiten desGlaubens, und reden von ihm, von der Person Christi, als demHerrn und Grund des Heils, von der Gerechtigkeit des Glau-bens, von der Fruchtbarkeit des Evangeliums, von dem Ver-dienst des Opfertodes Jesu; sie sprechen ausführlicher darüber,als Jesus Christus selbst oft gethau. Aber ihr Werk war, erstHeiden oder Juden zur christlichen Religion zu bekehren; diesen,HI. 10