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vornehmen und geringen Menschen zu verschaffen; ja, was dirselbst Gewißheit gibt, du seiest Gott, dem Ewigen, dem Heili-gen, angenehm. Und wie heißt dies erhabene Gut, diesKleinod, mehr als eine Königskrone, mehr als eine TonneGoldes wcrth? Es heißt Christusweisheit, Gottähnlich-keit im Sinne und Wandel, stille Religiosität des Herzens.Dieses Gut raubt dir kein Sturm des Lebens; es vergeht nichtmit der Blüthe der Jugend; dies ist das Reich Gottes, in welchemnur veredelte Geister glänzen und wohnen, in welchem Gottallein herrscht und waltet, und das Glück der Seelen unwandel-bar lacht. Nach diesem trachtet! (Matth. 6, 33.) WeltlicheWürden, Güter der Erden sind nicht einmal Hilfsmittel zur Er-langung dieses höchsten Gutes, sondern in den Händen des Wei-sen, des Gottmenschen nur Werkzeuge zur Beförderung nützlicherund wohlthätiger Absichten. So ist die ganze Schöpfung Gottesnur Werkzeug des Ewigen zur Beseligung der von ihm erschaf-fenen Geister.

Welch ein begeisternder, über Welt und Staub und Graberhebender Gedanke! Hier ist Wesen und Wahrheit, nicht mehrSchein und Selbsttäuschung! Wie mag die menschliche Seele,wenn sie dieses Gut nur einmal erkennt, ferner sich um leeres,nichtiges Schattenwerk quälen, welches, kaum erhalten, schonverschwindet?

Trenne den Schein vom Wesen, indem du den Werthdieses Lebens und das beurtheilst, wozu du in der Welt bestimmtzu sein glaubst.

Ach, wie entfernt von der Christusweisheit leben doch diemeisten derer, die sich Christus-Jünger nennen! Sie treten indie Welt, sic werden zu einem Beruf erzogen, sie wählen ihrenBeruf, sie arbeiten in demselben; sie leben nur für diesen Be-ruf, leben nur von und für den Gewinn, welchen sie daraus