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Schein und Wesen.

Zak. 2, 1 4.

Ich bitte nicht um Gut und GoldUnd Würden dieser Erden;

Waö uns das flncht'ge Leben zollt,

Muß wieder Asche werden.

Nur Weisheit gib mir, Weisheit nur,

Du, aller Wesen Meister;

Sie leitet mich auf heil'ger Spur,

Sie ist der Schatz der Geister!

Sie lehret fern von Trug und ScheinDen Werth der Dinge kennen,

Und für das Göttliche alleinDas fromme Herz entbrennen.

^)ott ist die höchste Weisheit! So hören, so lesen wir oft,ohne daß wir immer klar und deutlich cinsehen, was eigentlichdie höchste Weisheit sei.

Gott ist die höchste Weisheit; der Sterbliche aber soll dasweiseste untev den göttlichen Geschöpfen auf Erden sein. Darumschmückte uns der Schöpfer mit der Gabe der Vernunft. Darumhörte die Welt aus dem Munde der Gottesgesandten die heiligenOffenbarungen; darum offenbarte sich Gott selbst durch Jesum.

Und wer ist denn ein wahrer Weiser? Der Christ soll cssein; ach, aber ist jeder Christ ein Weiser? Warum ist eres nicht?

Was ist das Wesen der Weisheit? Es ist die klare Erkenntnißdes Wahren, Guten und Schönen; es ist die Entfernung vonaller Täuschung, von allem Selbstbetrug über die Dinge der Welt.

Das Gegentheil der Weisheit aber ist die Thorheit. Die Thor-