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und rch werde bleiben in der Wohnung meines ewegen Vatersimmerdar. (Ps. 23, 2 — 6.)
Wer ist nun, der mir schaden könnte, wenn ich dem GutenNachkomme? Und ob ich auch leide um der Gerechtigkeit willen,so bin ich doch selig. Darum will ich mich nicht vor ihrem Trotzenfürchten, und nicht erschrecken. Muth zur Tugend, o mein Herz!Dem Rechtschaffenen fehlt der Triumph nie. Zittere nicht, dergerechten Sache wegen deinen Wohlstand, dein Ansehen zu ver-lieren, sondern zittere für die gerechte Sache allein! Mußt dunicht, sei es nun einen Tag oder ein Jahr später oder früher,deinen ganzen irdischen Besitz hinterlasscn, und nackt aus demLeben treten, wie du nackt hereintratcst ? Aber die Heiligkeitdeiner Sache bleibt; dem Gerechten folgen seine Werke nach.Zittere nicht, mein Herz, wo es die Sache Gottes und die Mensch-heit angeht. Das Zittern ist an den Bösen, an den Eigennützi-gen, die für den Augenblick, für den Staub, für Metall, fürden Gaumenkitzel, für die Heuchelei falscher Ehrerbietung leben,ohne die Ahnung von einem höhern Gut, von Kleinodien desGeistes zu haben, für welche das Leben abzuwerfen ein Spiel ist.
Wo du, was recht ist, erkennst, verlängnc dich selbst, undbekenne cs unerschrocken und standhaft. Wo ein Bekenner derWahrheit redet, handelt wider die Falschheit, stehe ihm bei; haltemit ihm; dulde, leide, wie er; sein Lohn vor Gott wird auchder deinige sein. Bekenne Jesum, er wird auch dich einst be-kennen !
Bist du der Juden König? fragte von seinem Richterstnhlherab Pilatus der Landpflcgcr den Messias, der im erhabenenStolz der Unschuld vor ihm stand. Rings stand der geblendete,wankelmüthige Pöbel, rings die rachebrcnnendc, feige Schaar derAnkläger und Feinde der Wahrheit, der Tugend Verleumder; fernstand Golgatha, die drohende Richtstätte; in des Schwächlings