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fortläugnen. Seine Weine können ihn berauschen, nicht ermun-tern; sein Glanz kann ihn blenden, nicht beglücken. Sähest duden Sünder in der Stunde seiner Verborgenheit und Einsamkeit,du würdest »m all sein Gold nicht einen seiner schrecklichen Augen-blicke annehmen wollen.
Du aber, Gottesmensch, ob du gleich leidest um der Gerech-tigkeit willen, wirst dennoch selig sein. Und verstieße dich deinVaterland: o, dem Tugendhaften steht überall eine Hcimath offen.Und verlörest du die Gunst derer, die Macht haben; verlörest dudeine Aemtcr, Würden und angenehmen Verhältnisse: was liegtan Ehren, die keiner Ehre werth sind? 'Aber die Tugend wirddir überall Bewunderer und Verehrer erwecken, und eine Hoch-achtung, welche keine Obrigkeit, kein König sich mit aller Machterzwingen kann. Und verlörest du, um der Gerechtigkeit willen.Hab und Gut und müßtest in Armuth cinhcrgehcn, und deinBrod auf fremder Erde suchen: o, das innere Hochgefühl würdedir den ärmlichen Bissen zum schwelgerischen Gastmahl verwan-deln; in deiner Dürftigkeit würdest du erhabener sein, als einWcltgcbietcr. Du hättest Zufälligkeiten verloren, die immer dasSpiel des ErdcnglückS sind, aber dich selbst, dein wahres Wesengefunden; du wärest arm, von Allen verlassen, aber dennochselig. Freudig würdest du ans deinen Gott, muthig stolz jedemMenschen ins Angesicht schauen. Deine Sieger würden die Ge-schlagenen, du Verfolgter würdest der Triumphircr sein. MitDavid würdest du in Zuversicht sagen: Gott erquicket meineSeele; er führet mich auf rechter Straße, um seines Namenswillen. Und ob ich schon wandere im finstern Thal, fürchte ichkein Unglück, denn Du bist bei mir; Dein Stecken und Stabtröstet mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde.Du salbest mein Haupt mit Oel, und schenkest mir voll ein.Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,