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der Bösen ist immerdar unter sich uneins; nur der Eigennutz be-wegt sic, aber doch können sic der Tugend nicht ihre Ehrfurchtversagen. Auch die Teufel glauben einen Gott, und zittern.Darum treiben die feigen Schwächlinge im Dunkeln ihren eigen-nützigen Handel, und brüsten sich öffentlich mit gemeinnützigenAbsichten; erschleichen Gewalt und Ehrenstellen, um zu glänzen,und sprechen rührend von des Volkes Wohlfahrt, als ihrer wich-tigsten Sorge; fordern zu Opfern für alles Gute auf, und treibenim Stillen Wucherei, Betrug, Erbschlcicherci und Verfälschung;reden von Gewissenhaftigkeit, und brechen heimlich Eide und Ge-lübde; glänzen geistreich und durch muntere Laune und Witz inGesellschaften, und sind in ihrem Hause die Plage der Haus-genossen; prahlen übcrmüthig im Glück, und kriechen zaghaftzurück, wenn cs mißlingt; ermahnen zur Kühnheit, und ver-stecken sich hinter den Beherzten; sind allezeit da, wenn die Ge-fahr vorüber ist, als hätte kein Anderer so viel gethan, undreißen die Frucht des Sieges und den Lohn des Siegers an sich;ermahnen zur Dankbarkeit, und vergelten mit Undank; wolleneine Welt vereinigen, und entzweien sich um ein Senfkorn.

Das find die Leute, stvclchc das große Wort führen, dieZwerge hinter den Masken der Niesen, die Tonangeber, dieAchtbaren, denen nichts heilig ist, als ihr Vorthcil, und welcheReligiosität bald zum Deckmantel eigener Schandbarkeit, bald zumLcitzaum des Volkes machen, um Gewinn zu haben, und imVerborgenen über die Leichtgläubigkeit aller Betrogenen zu lachen,und sich ihrer großen Listigkeit zu freuen. Das sind sic, Edler,mit denen du zu kämpfen hast; das sind sic, Gerechter, die deinerspotte» werden, wenn du dich selbst vcrläugnest, um dem Bei-spiel Jesu, der Jünger und aller Heiligen und Großen der Vor-wclt zu folgen; die dich verfolgen werden, wenn du ihre Ränkevereitelst , und die Wahrheit an die Stelle der Lüge stellst; die