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3 (1853)
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auf dich I Demi dein Schmuck und dein Prangen, o vergiß esdoch nicht, ist wertloser Staub, Beute flüchtiger Stunden; aberdie dankbare Thräne eines einzigen Geretteten glänzt dir einstin der Ewigkeit noch wie ein Stern aus der dunkeln Vergan-genheit, und der Seufzer durch dich beglückter Wesen tönt vorGott, dem Allvergelter! So lange noch in deiner Gemeindeein einziger Mensch das Nothwendigste entbehren muß, hast dukein Recht zum Ueberfluß; so lange noch ein Unglücklicher jammert,dem durch dich geholfen werden könnte, hast du kein Recht zur Freude.

Gedenket derer, die von euch abhängig sind. Gott machteeuch, die ihr begüterter seid, als fic, nicht nur zu Verwalternihres Antheils an dem allgemeinen Segen, welche» er seinenGeschöpfen bestimmte, sondern auch zu ihren Vormündern undErziehern. Und so wie die Weisheit Gottes euch durch das Be-dürfniß mancherlei Nothwendigkcitcn anspornte, eure Kräfte inedler Thätigkeit zu cuerm und anderer Menschen Wohl zu entfal-ten: so sollet ihr auch diejenigen, die von euch abhängig sind,zum weisen Gebrauch ihrer Kräfte anleiten.

Im Schweiße des Angesichts sollst du dein Brodessen! war der Ruf Jchova's zum Geschlecht der Sterblichenan den Schwellen des verlornen Paradieses. Der Müßiggängerist des Lebens unwürdig, weil er es nicht zu leben weiß. Wie esdem Reichsten zum Schimpf gereicht, seine Tage nutzlos für dieWelt verfließen zu lassen, als wäre er nur ein Thier, welchesseinen Leib für den Tod mästet: so ist auch der Müßiggang dasschwerste Verbrechen der Armen. Der unthätige Bettler istder frechste Verschwender, denn er verschleudert die Schätze einerunwiederkäuflichcn Zeit. Wer durch Almosen und Spenden denMüßiggang kräftiger Bettler unterstützt, macht sich ihres Ver-brechens theilhaftig und wird Gehilfe ihres Seelenmordcs, Be-förderer aller Laster, zu denen Müßiggang lockt.

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