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so wie Gott auch eurer heute gedachte. Ihr Gemeinden, gedenketeurer Nachkommen, und hütet euch, das Gut zu zerstreuen, wel-ches für künftige Unglückszeiten gesammelt ward! Ihr Aeltern,gedenket eurer Kinder, die von euch Mittel zu fordern berechtigtsind, durch die sie ihr Dasein frei und anständig fristen können.Nicht von euch, von Gott empfingen flc das Leben; nicht füreuch, für sie gab euch Gott mehr, als ihr nothig hattet.

Gedenket derer, die von euch abhängig sind! Undwer ist abhängiger, als der Arme, dem Alles fehlt, der Allesvon der Gunst seiner beglückten Mitmenschen erwarten must!Werdet Gott ähnlich, indem ihr seine Milde nachahmet, die ereuch beweiset. Er segnete euch auch für die Freude der Segen-losen; er machte euch nur zu Austheilern seiner Gaben, die erihnen aus eurer Hand bestimmte. So lange noch, o Christ, indeiner Gemeinde eine Familie mit Durst und Hunger kämpft; solange noch eine weinende Mutter da ist, die nicht weiß, wie sieihre Kinder gegen den Frost des Winters schützen könne; so langenoch ein Elender dasteht, der nicht findet, womit er seine Blößebedecken soll; so lange noch ein Kranker auf hartem Lager schmach-tend daliegt, der keinen pflegenden Freund kennt, dem keine Arzneidie inner» Leiden mildert, kein Balsam den Schmerz der Wun-den löscht: so lange ist dein schwelgerisches Gastmahl ein Ver-brechen, denn Lazarus weint vor deiner Thür! so lange istdein Seidengewand, dein köstlicher Schmuck, in welchem du strahlst,ein Zeuge deiner Grausamkeit und der Verworfenheit deines Ge-müths. Denn jene Leidenden, o vergiß es doch nicht, sind GottesKinder, und Gott gab dir den Ueberfluß, daß du ihn im Namendes allgemeinen Vaters den bedürfenden Brüdern und Schwesternaustheilen sollest! Denn deine Prachtkleider, deine Gastmähler.o vergiß cs doch nicht, sind eine Verspottung des Himmels und'einer Gebote, Verspottung der Menschheit und ihrer Rechtsame