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liche Unglücksfälle, an das Schicksal meiner lieben Angehörigendenke, wenn sie mich nicht mehr haben? Bin ich nicht vonmeinem Gott vollkommen abhängig? ist er nicht mein und derMeinigen Vater? hat er nicht bis ans den heutigen Tag nochAlles zum Besten regiert? Ich zittere vor Menschcngewalt, zitterevor den Anschlägen meiner Feinde. Aber sind sie nicht abhängigvon Gott^ wie ich? Können sie ohne seine Zulassung einenAthemzug nehmen? Zst er nicht der Gebieter des Verhängnisses,und lenkt er nicht die Herzen der Fürsten, wie der Bettler, durchdas Zusammenwirken der Umstände und Ereignisse?

O nein, meine Seele, verzage nie, auch wenn sich deine Sor-gen am schwärzesten um dich her drängen; auch wenn die Men-schen von dir scheiden, ohne Nath und Trost zu hintcrlaffcn. Dubist ja von dem abhängig, der dich erschaffen hat, der dich lieb-reich bewahrte bis zur gegenwärtigen Stunde; die nie an Hilfearm wird, der dir, oft ganz unerwartet, die besten Freuden gab,und selbst keinerlei Trübsal sandte, das nicht für dich, zuweilenohne dein Wissen, oder daß du cs erst lange nachher cinsahest,die wohlthätigsten Wirkungen brachte. Freue dich deiner Ab-hängigkeit von dem Vater aller Welten!

Wir sind abhängig von Gott; er gibt uns, was wir bedürfen.Aber er gibt es uns nicht, ohne daß auch wir unser Nach-denken, unsere Arbeit zu Hilfe nehmen. Nicht daß wirdamit seinen Segen verdienen könnten denn welchen Vorthcilstifteten wir der Gottheit jemals durch unsere Mühe und Kunst?sondern daß wir dadurch zu größerer Vollkommenheit reifen möch-ten. Wie ein Vater sein unmündiges Kind durch Geschenke undLiebe, so erzieht Gott das Geschlecht der Menschen, indem er esnöthigt, Gebrauch von den verliehenen Geistes- und Körper-kräftcn zu machen. Dieser Gebrauch unserer Anlagen befördertderen Stärke. So gelangen wir von Zeit zu Zeit zu neuen