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nem Ansehen unter den Sterblichen, als wäre dies Alles nurdie Frucht seiner Klugheit. Er zählt lächelnd die Reihe seinergünstigen Schicksale her, als hätte seine eigene Macht sie herbei-gerufcn. Ach, wie wenig bedarf cs, um ihn und seine Herrlich-keit zu vernichten! Ein Jahr, eine Stunde, ein Augenblick ohneGottes Segen, und der Strom unvorhergesehenen Elendes hatden Stolzen ergriffen.
Darum, was ich auch gewinne, wie glücklich mir meine Ent-würfe auch gedeihen mögen, immerdar will ich mich meiner Ab-hängigkeit von dem Geber alles Guten erinnern. Nicht an meinerGeschicklichkeit und Kunst, nicht an meinem Fleiß und Sorgen,nein, an seinem Segen wahrlich ist Alles gelegen.
Wir stehen in immerwährender Abhängigkeit vonGott, so wie ein Kind abhängig ist von seinen Ael-tern. Er sorget für uns, wie die Mutter für ihren hilflosenSäugling, wie der Vater für seinen unmündigen Sohn. Wiegehorsam auch das Kind den Aeltern sein möge: kann es fichdurch diesen Gehorsam seine Nahrung und Kleider verdienen?Was hat cs seinen Aeltern zuvor gegeben, daß sic ihm dafürwieder geben sollten? — Ach, noch unendlich ärmer und hilf-loser stehen die Menschen vor ihrem himmlischen Vater da. Auchihr frömmster Gehorsam ist endlich kein Verdienst vor ihm. Nichtshaben sie, was sic ihm geben und leisten könnten. Ihm ist Alles.Nur er gibt ihnen immerdar, und er gibt gern und ohne Aufhörcn.
Abhängig sind wir, wie die unmündigen Kleinen von ihrenAeltern. Dies Vcrhältniß, weit entfernt mich niederzuschlagen,soll nur meinen Leichtsinn, meinen Stolz auf eigene Macht ver-mindern, aber dagegen meine Dankbarkeit, mein Zutrauen ver-mehren. Warum verzage ich denn so schnell, wenn mir nichtAlles nach Wunsch gelingt? — Warum werde ich denn muthlos,wenn ich an den Gang der schweren Zeiten, an vielerlei mög-