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3 (1853)
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Es wanken die Fruchtbäume unter der Bürde eines labenden,heilsamen Obstes; die Aeckcr senden ihre goldenen Aehren in dieScheunen, und die Wiesen füllen dieselben dem Vieh mit ge-sunden Kräutern; die Gartenfrüchte reifen in großer Mannig-faltigkeit schön und kräftig. Der Winter tritt aus der Ferneheran; unter seinem Hauche wird die Pflanzenwelt entschlum-mern. Aber furchtlos erwarten ihn die Geschöpfe Gott hatgesorgt!

Und hätte Gott nicht gesorgt hätte er cs in der geheimenHaushaltung der Wolken anders geleitet, daß Hitze und Dürreunsere Fluren versengt, Hagelschauer unsere Saaten zerschlagen,oder anhaltende Regen und Kälte die Früchte der Erde vernichtethätten; oder würde er dem Ungeziefer Gewalt gegeben haben,durch ungeheure Vermehrung die Aernten des menschlichen Fleißeszu zerstören; oder hätte er nur in der Luft eine unmerklichc Ent-ziehung derjenigen unbekannten Stoffe gestattet, durch welche diePflanzen Kraft und Gedeihen empfangen was^ wären wirheute? Was hätte alle Mühe, alle Klugheit, alle SorgenderSterblichen genützt? Was würde unsere Aernte sein? DasSchrecken der Hungersnoth.

Denke dir einen Welttheil mit seinen vielen Millionen Be-wohnern ohne die erforderliche Nahrung bis zur Wiedererschei-nung eines bessern Herbstes. Denke dir, der du jetzt lüsternzwischen Leckerbissen wählen kannst, daß dir deine Hungerbissenzugewogen würden. Der Reiche wirft einen verächtlichen Blickauf die zusammengescharrtcn Goldhaufen; todt liegen die geprie-senen Schätze, denn sie sind ungenießbar. Der Arme schleichtverzweifelnd von Haus zu Haus; auch der Barmherzigste wirdin der allgemeinen Noih grausam, und weigert dem Sterbendendie wenige Nahrung, mit der er sich die Tage fristen will. DerSäugling verschmachtet wimmernd an der Brust einer gram-