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derben. Darum wird nur bestehen und siegen, was an sich gut,gerecht und wahr ist. Hat die Welt nicht schon oft erfahren,wie ganze Völker, vom Schwindel der Mode und Sitte ergriffen,den Jrrthum zur Wahrheit prägen wollten? Aber ihr Bemühenwar eitel. Haben nicht schon mehr denn einmal Tyrannen mitstolzer Willkür vom Thron herab ihre Thorhcit für Weisheit ge-geben, die Wahrheit als ein Majestätsverbrcchcn verbannt, undmit schamlosem Uebermuth alle Rechte der Menschheit verhöhnt?Die Elenden! Ihr Staub ist in allen Winden verweht, ihrGeschlecht ist vertilgt, ihr Name nur lebt noch, um damit Ab-scheulichkeiten zu bezeichnen. Ist nicht oft schon von eigensüchtigenoder wahnsinnigen Gewalthabern versucht worden, die Völker inUnwissenheit und Barbarei zurückzudrängen, damit sie dieselbendesto leichter in Sklavenfcfseln behielten? Aber den Weltgebieternund ihren vermessenen Träumen begegnete zerstörend Muth undWort eines einzigen gottcrlcuchtcten Weisen da zerflog vordem Hauch aus dessen Munde die ganze Macht der Weltgebieter,und die Menschheit trat ins Licht, und die Throne der Finster-linge stürzten zusammen. Ihre Donner, ihre Scheiterhaufen,ihre Kerker, ihre Flüche waren vergebens. Darum seid stille,spricht der Herr, und erkennet, daß ich Gott bin!

Erkenne das Walten Gottes in allen deinen vernichteten Wün-schen ; erkenne cs in allen deinen erfüllten Hoffnungen. Die Liebewar dort rege, wie hier, Alles zu deinem Heil. Denn diesist das Ziel der Schöpfung. Selbst da, wo dir das Herz amstärksten blutet, da, wo heilige Bande, Seelenbande zerrissenwerden, etwa am Sterbebette eines Gatten, eines Vaters,einer Mutter, eines Kindes, einer Schwester, eines Brudersach, wo du meintest, der Tod solches geliebten Wesens sei un-möglich, Gott könne ihn nicht wollen, wo du schluchzend indeiner einsamen Kammer die Hände zum Himmel emporstrccktest,