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3 (1853)
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uns in majestätischem Dunkel wohnet; der den Flug der Sonnenund Monde und das leise Schweben des Schmetterlings ordnet;der die Thaten des Fürsten und des Bettlers mit gleichem Maß-stabc richtet; der Wohl und Wehe ganzer Wcltthcile und derkleinsten, vergeffenstcn Familie mit gleicher Weisheit bestimmt;ohne dessen Willen nichts geschieht. Er hat die verurtheilte Un-schuld gerettet, und den geheimen Verbrecher mit seinen Leidenan das Licht des Tages gezogen, daß Alle vor ihm erschrecken.Wenn der redliche Mann das Opfer der Verleumdung neidischerSeelen geworden; wenn er unter schändlichem Verdacht erlag,und er selbst kein Mittel hatte, sich zu rechtfertigen vor der Welt,weil aller Schein wider ihn sprach; wenn dann ein unbemerkterUmstand plötzlich zum Vorthcil des Verleumdeten redete, seineRedlichkeit eben so sehr, als die Bosheit seiner verächtlichenGegner ins Licht setzte in diesem Umstande (ihr nennt ihnZufall!) war Gottes Walten.

Wenn der glückliche Sünder lange unentdcckt seine Werke derFinstcrniß trieb; wenn dieser hier mit Wucher, Erbschlcicherei,Bedrückung der Wittwen, Ucberlistung der Schwachen, Uebcr-vortheilung der Gutmüthigcn, Unterschlagung fremder Gelder,sein Vermögen besserte, seinen Aufwand bestreiten konnte;wenn Jener im Verborgenen Ränke schmiedete und den Ehrlichenverdächtigte, welchen er öffentlich ehrte; hinterrücks vcrricth, dener ins Angesicht lobte; abwesend anschwärzte, den er anwesendumarmte: eine Stunde, ein Augenblick war genug, Alles zuoffenbaren, was Schändliches im Geheimen getrieben worden;ein Lichtstrahl brach durch einen unbemerkten Spalt in das Lastcr-gewölbe hinab, und die schwarzen Verbrechen wurden hell hierwar Gottes Walten! Denn so ist das heilige Gesetz des Welt-ganzen: das Verdammenswerthe kann seiner Verdammung nieentflicben. Wenn die ekelhaften Folgen geheimer Wollust endlich